Neue Etappe des Flüchtlingsprotests

Pläne und Ideen zur Gestaltung des des ehemaligen Servitenklosters

Wien (OTS) - Die Übersiedlung des Refugeecamps Vienna in das ehemalige Servitenkloster stellt eine neue Etappe des Flüchtlingsprotests dar. Mit dem Kloster, für das die Flüchtlinge von Kardinal Schönborn das Gastrecht erhielten, wurde ein neuer, offener und sicherer Ort für protestierenden Flüchtlinge gefunden.

Im Kloster, in dem die Flüchtlinge gemeldet sind, wird einerseits Rechtsberatung und -vertretung zur Verfügung stehen, um die individuellen Asylfälle professionell zu überprüfen und zu bearbeiten, andererseits wird gemeinsam mit NGOs für notwendige Veränderungen im Asylsystem gekämpft.

Mit dem Umzug in das Kloster kommen die Flüchtlinge der Pflicht zur Meldung und auch der Mitwirkung an ihren Fällen nach, sodass, wie schriftlich vom Bundesministerium für Inneres bestätigt wurde, keine Schubhaft verhängt werden wird.

Im Vorfeld des Umzugs wurde dies bei einer Verhandlung zwischen Flüchtlingen, der Erzdiözese, UnterstützerInnen, NGOs festgelegt. Diese Vereinbarung stellte die Basis für die Zustimmung der Flüchtlinge zur Übersiedlung dar.

Ferner wurde im Protokoll dieses Treffens unter anderem festgehalten:

Zur Erstellung der Hausordnung im Kloster wird eine Arbeitsgruppe gemeinsam von Flüchtlingen, Erzdiözese, Caritas, Pfarrgemeinde und UnterstützerInnen gebildet.

Das Kloster wird sowohl private als auch öffentliche Räume bereitstellen, an denen auch Diskussionsrunden, Deutschkurse oder Kulturveranstaltungen stattfinden können.

Das Kloster wird als Flüchtlingsheim geführt, was den neuen Bewohnern Grundversorgung ermöglicht. Modellhaft und zukunftsweisend werden die Flüchtlinge bei der Gestaltung ihres Lebensraums selbst Verantwortung übernehmen, so ist geplant, dass die Flüchtlinge bei der Renovierung aktiv mitwirken, die Küche mitbetreiben etc.

Bei der morgigen Pressekonferenz um 10.30 im ehemaligen Servitenkloster, die als Novum erstmals gemeinsam von Flüchtlingen, Erzdiözese, UnterstützerInnen und Caritas, abgehalten wird, werden Perspektiven für den neuen Ort vorgestellt.

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