SOS Mitmensch: Happy End für Natalia Zambrano zum Greifen nahe

Kritik an Rolle der Politik - Runder Tisch mit Betroffenen gefordert

Wien (OTS) - SOS Mitmensch zeigt sich hocherfreut darüber, dass es gelungen ist, den Verbleib von Natalia Zambrano in Österreich zu sichern. "Noch vor wenigen Tagen hätten wir das nicht für möglich gehalten. Von Seiten der verantwortlichen Politik gab es bis vor kurzem keinerlei Unterstützung. Doch dann kam es zu dieser unglaublichen Welle an Sympathie und Hilfsbereitschaft von Seiten der Bevölkerung. Auch UnternehmerInnen sind auf den Fall aufmerksam geworden und haben Jobs angeboten", so Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch. "Jetzt liegt ein unterschriebener Arbeitsvertrag mit dem Medien- und Eventunternehmen "Kronehit" vor und es fehlt nur noch das allerletzte formale grüne Licht von der Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt. Da dürfen einfach keine Steine mehr in den Weg gestreut werden. Wir freuen uns riesig für Natalia Zambrano über dieses zum Greifen nahe Happy End!"

Begrüßenswerter Schwenk von Staatsekretär Kurz

Kritik übt SOS Mitmensch an der unrühmlichen Rolle der politisch Verantwortlichen. Staatssekretär Kurz hatte Natalia Zambrano, trotz Kontaktaufnahme von ihrer Seite, über Monate jegliche Unterstützung versagt. Erst aufgrund des öffentlichen Drucks, kam es zu einem begrüßenswerten politischen Schwenk von Kurz, dem allerdings noch konkrete Taten folgen müssen. "Für mich kommen politische Änderungen zu spät, aber es ist mir ein großes Anliegen, dass Leute, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich, in Zukunft eine realistische Chance haben", so Natalia Zambrano.

Befremdlicher "Vorschlag" des Sozialministers

Begrüßenswert ist auch die Gesprächsbereitschaft des Sozialministers. Der von Sozialminister Hundstorfer an Frau Zambrano herangetragene "Vorschlag", sie solle auf Verzögerung spielen und sich in ein Doktoratsstudium einschreiben, kann allerdings nur als befremdlich bezeichnet werden. "Ich wollte nie Almosen, keine Privilegien und ich wollte auch nie zum Schein ein weiteres Studium inskribieren. Ich möchte einfach nur nach meinen beiden erfolgreichen Studienabschlüssen und nach 11 Jahren in Österreich hier die Chance haben, mir ohne bürokratische Hürden einen Job zu suchen und etwas zum Gemeinwesen beizutragen. Ich bin sehr glücklich, dass ich das jetzt Dank der großen Unterstützung aus der Bevölkerung tun kann", so Zambrano.

Runder Tisch mit Betroffenen

SOS Mitmensch ruft den Integrationsstaatsekretär und den Sozialminister dazu auf, Betroffene zu einem Runden Tisch einzuladen, um Reformen im Bereich der Aufenthalts- und Arbeitsmöglichkeiten von NichtstaatsbürgerInnen umzusetzen. "Nur auf Basis der Erfahrung von Betroffenen können lebensnahe Lösungen entwickelt und Unmenschlichkeiten, wie im Fall von Natalia Zambrano, vermieden werden", ruft Pollak die Politik dazu auf, Taten zu setzen.

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Alexander Pollak
Tel.: 0664 512 09 25
apo@sosmitmensch.at
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