VÖZ-Grünberger: "Österreich kann aus deutscher Leistungsschutzrecht-Debatte lernen"

Verlegerverband fordert Bundesregierung auf, einen Zeitplan vorzulegen - Rasche Lösung unumgänglich, um gegenüber deutschen Verlagen nicht ins Hintertreffen zu geraten

Wien (OTS) - Das heute im deutschen Bundestag beschlossene Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist trotz der Adaptierung des Gesetzestextes in den vergangenen Tagen beispielgebend für Österreich, zeigte sich VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger in einer ersten Reaktion überzeugt: "Auch wenn die Änderungen am Gesetz quasi in letzter Minute nicht zur Rechtssicherheit beitragen werden, wird mit dem heutigen Beschluss des Leistungsschutzrechtes in Deutschland ein wichtiger Beitrag zum Schutz journalistischer Inhalte im Web gesetzt. Österreich kann aus der deutschen Leistungsschutzrecht-Debatte lernen, muss aber nun zügig handeln."

Als Reaktion auf den Gesetzesbeschluss im deutschen Bundestag fordert Grünberger einen Zeitplan für die Umsetzung des Leistungsschutzrechtes seitens der heimischen Bundesregierung:
"Rasche Lösungen sind unumgänglich, damit heimische Medienhäuser gegenüber deutschen Verlagen nicht ins Hintertreffen geraten."

Man könne jedoch nicht den Text der deutschen Nachbarn eins zu eins übernehmen, sondern müsse "die Spielregeln unmissverständlicher formulieren. Wir wollen Rechtssicherheit für unseren Content und wir wollen einen fairen Anteil, wenn unsere Inhalte von Dritten gewerblich verwertet werden."

Grünberger stellt nochmals klar, dass private Nutzer und Blogger von einem Leistungsschutzrecht nicht betroffen sein werden. "Die Freiheit im Netz wird durch ein Leistungsschutzrecht nicht gefährdet. Zitieren, verlinken und kopieren von Presseinhalten bleibt für private Nutzer weiterhin frei."

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