JUGENDVERTRETUNG: EU-Jugendgarantie dringend notwendig!

Die BJV fordert jetzt konkrete Maßnahmen sowohl auf österreichischer als auch auf EU-Ebene, um das brennende Problem Jugendarbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen.

Wien (OTS) - In Bezug auf die EU-Jugendgarantie verweist die Bundesjugendvertretung (BJV) darauf, dass Jugendarbeitslosigkeit derzeit eine der größten Herausforderungen Europas darstellt. "Wir fordern daher schon lange gesamteuropäische Maßnahmen, die verhindern, dass sich hier eine ganze Generation im Stich gelassen fühlt. Der gestrige EU-Beschluss für Mittel einer Jugendgarantie ist daher erfreulich", so BJV-Vorsitzender Wolfgang Moitzi.
Aber auch hierzulande muss weiter gegen Jugendarbeitslosigkeit angegangen werden: "Österreich steht zwar bei der Arbeitsmarktstatistik im europäischen Vergleich gut da, aber eines ist ganz klar: jeder arbeitslose Jugendliche ist einer zu viel und bedeutet neben der persönlichen Belastung massive Nachteile für den individuellen Lebens- und Berufsweg sowie den Verlust des Vertrauens in unsere Gesellschaft", betont Moitzi.

Akuter Handlungsbedarf

Auch die aktuellen Arbeitsmarktdaten bestätigen einmal mehr den akuten Handlungsbedarf: "Bildungsreformen, die endlich Chancengerechtigkeit erzielen, sowie verstärkte Berufsorientierung müssen endlich ernsthaft angegangen werden. Es darf nicht sein, dass weiterhin sture Blockadehaltungen die Zukunft junger Menschen aufs Spiel setzen.
Die aktuellen Maßnahmen müssten auch laufend evaluiert und angepasst werden, erklärt der Vorsitzende: "Viele Jugendliche müssen damit kämpfen, dass derzeitige Programme, wie die Ausbildungsgarantie oder die überbetriebliche Lehrausbildung, nur bis 18 Jahren angeboten werden. Wir fordern hier eine Ausweitung der Altersgrenze auf 24 Jahre."

Sichere Jobs für junge Menschen!

Darüber hinaus drängt die BJV auf die Eindämmung prekärer Arbeitsverhältnisse, in die Jugendliche immer stärker gedrängt werden: "Nur weil junge Menschen einen Arbeitsplatz haben, heißt das leider noch lange nicht, dass sie davon leben können. Es muss endlich garantiert werden, dass Jugendliche fair entlohnte Jobs haben, die auch soziale Absicherung ermöglichen", so Moitzi.

Jugendgarantie braucht Kontrolle!

Die BJV betont, dass es auch auf EU-Ebene mit dem Beschluss der Jugendbeschäftigungsgarantie nicht getan ist: "Wir hoffen, dass sich die Jugendgarantie rasch in Maßnahmen niederschlägt, die den Jugendlichen wieder Perspektiven bieten. Die Umsetzung muss jedenfalls laufend von den EU-Ländern evaluiert werden, damit sie auch wirklich jungen Menschen zu Gute kommt. Denn wir können uns nicht leisten, dass hier eine ganze Generation ihrer Zukunftschancen beraubt wird", warnt Moitzi abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesjugendvertretung
Mag.a Nicole Pesendorfer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0676/ 880 111 048
mailto: nicole.pesendorfer@jugendvertretung.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BJV0001