AKNÖ: Angst ist ein schlechter Berater

Pensionsvorsorge erfordert seriöse Information

Wien (OTS/AKNÖ) - "Die Daten der E-Card sind so sorgfältig zu hüten wie die Kontonummer", appelliert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder an die KonsumentInnen. Anlass dafür ist die Tatsache, dass Finanzdienstleister die E-Card von KundInnen als Bürgerkarte aktivieren dürfen. Damit könnten sie ab 2014 Einsicht auf das Pensionskonto erhalten. In der AKNÖ befürchtet man überhastete Abschlüsse im Bereich der privaten Vorsorge und tritt für eine Änderung des Signaturgesetzes ein.

"Das Pensionskonto ist ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz. Für alle ist es gut, zu wissen, wie hoch die Pension einmal sein wird. Aber niemand sollte damit unter Druck gesetzt werden können. Angst ist ein schlechter Berater, wenn es um die Pensionsvorsorge geht", sagt Haneder. Zu einer seriösen Beratung über die private Vorsorge gehört ein ausführliches Gespräch, eine persönliche Bedarfserhebung, bei der klar wird, was gebraucht wird. Und eine Haushaltsrechnung, damit deutlich wird, welche Form von Vorsorge sich jemand langfristig leisten kann, wenn sie oder er privat vorsorgen möchte.

Gesetzesänderung gefragt

AKNÖ-Konsumentenschützer Mag. FH Manfred Neubauer wird immer wieder damit konfrontiert, dass KonsumentInnen ihre Vorsorgeprodukte auflösen wollen oder müssen und dabei finanziell schlecht aussteigen. "Wenn sich jemand für private Vorsorge entscheidet, sollte das nach einer eingehenden Beratung erfolgen. Dass dies nicht immer der Fall ist, sehen wir in der Praxis häufig." In der AKNÖ appelliert man deshalb an die KonsumentInnen. "Wir wollen keineswegs eine Branche schlecht machen, aber wir finden es bedenklich, dass Finanzberater die E-Card freischalten dürfen. Momentan können wir nur an den Hausverstand unserer Mitglieder appellieren. Wir treten hier aber für eine Gesetzesänderung ein, die Finanzdienstleister und andere Einrichtungen, die aus der Freischaltung der Bürgerkarte einen wirtschaftlichen Vorteil ziehen können, von diesem Recht ausschließt ", sagt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder.

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AKNÖ-Konsumentenberatung, Mag. (FH) Manfred Neubauer
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