Fernwärme Klagenfurt: Habenicht warnt vor neuerlichem Flop

Statt des Biomassekraftwerks, rät der Klagenfurter Wirtschaftssprecher Habenicht dringend zur Prüfung der Abwärmenutzung des Funder-Werkes bei St. Veit.

Klagenfurt (OTS) - Schwere Bedenken gegen das Biomasse-Fernheizwerk, das im Osten von Klagenfurt anstelle des gescheiterten Gasdampfkraftwerks entstehen soll, meldet nun der Klagenfurter Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Max Habenicht an. Er kritisiert, dass die Möglichkeiten der Abwärmenutzung des FunderMax-Werkes bei St. Veit bei weitem nicht ausreichend geprüft und als Alternative in die Planung einbezogen worden seien. Habenicht: "Ich rate der Stadt eindringlich davon ab, sich schon wieder voreilig auf ein Projekt mit vielen Fragezeichen zu versteifen, anstatt alle Optionen gründlich zu untersuchen."

Schon jetzt produziere das Funder-Werk Fernwärme für St. Veit und Ökostrom, eine Erweiterung der Kapazitäten sei technisch möglich. Darüber hinaus könne eine Fernwärmeanbindung auch das entstehende wirtschaftliche Entwicklungsgebiet zwischen St. Veit und der Landeshauptstadt infrastrukturell aufwerten und bedeute eine langfristige Absicherung des wichtigen Funder-Standortes. Die Stadtwerke hätten sich allerdings mit dieser wirtschaftlich zukunftsträchtigen und aus Sicht der Umwelt zweifelsohne sinnvollen Option zu wenig ernsthaft auseinandergesetzt. Habenicht: "Wenn man die handelnden Personen hernimmt, den Aufsichtsrat der Stadtwerke kennt und die bisherige Katastrophenbilanz bei städtischen Großprojekten betrachtet, müssten in der Stadt Klagenfurt alle Alarmglocken läuten."

Die seriöse Untersuchung aller Möglichkeiten sei umso wichtiger, als sich in der Wirtschaftskammer-Konfrontation mit der Politik anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl alle Parteienvertreter für eine eingehende Prüfung der Fernwärmenutzung bei Funder und einer Einbindung in das Klagenfurter Fernwärmenetz ausgesprochen hätten. Auch die Kärntner Holzindustrie habe nach wie vor größte Zweifel an der Aufbringung der nötigen Rundholzmenge, die erst vor Ort zu Hackschnitzeln verarbeitet werden soll. Habenicht: "Diese enormen Mengen Holz, die vor allem wegen der Stromproduktion nötig sind, aus halb Europa mit dem Lkw nach Klagenfurt zu karren, ist ökonomisch fragwürdig und ökologisch fahrlässig."

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