"Kulturmontag" am 4. März: Anthony Hopkins als Alfred Hitchcock im Kino, Lokalaugenschein im Roma-Ghetto von Kosice

Weiters: Peter Turrini spricht im Studio über das Down-Syndrom-Festival

Wien (OTS) - Martin Traxl führt am 4. März 2013 ab 22.30 Uhr in ORF 2 durch den "Kulturmontag" und lüftet den Duschvorhang vor dem Kinostart "Hitchcock" mit Anthony Hopkins in der Hauptrolle. In einer sehr genauen Recherche gelang es dem Schriftsteller Stephen Rebello die Beweggründe für "Psycho" detailliert zu erläutern. Sacha Gervasi verfilmte diese Aufzeichnungen und zeigt den Regisseur von einer neuen Seite. Für die Dokumentation "Alptraum Kino - Die Welt des Alfred Hitchcock" um 23.30 Uhr gab Hitchcock 1964 eines seiner raren Interviews. "art.film" zeigt um 0.00 Uhr anlässlich des Kinostarts von "Hitchcock" am 15. März den Hitchcock-Klassiker "Vertigo - Aus dem Reich der Toten".
Weiters unternimmt der "Kulturmontag" einen Lokalaugenschein in die Europäische Kulturhauptstadt 2013, Kosice, wo Menschen im Roma-Ghetto ums Überleben kämpfen. Weiters: Erste Ausschnitte von der Eröffnungspremiere des diesjährigen Down-Syndrom-Festivals, Peter Turrini und Regisseurin Beata Vavken sind live zu Gast im Studio.

"Psycho"-Analyse: Anthony Hopkins als Alfred Hitchcock

Der neue Film "Hitchcock" schildert wie Alfred Hitchcocks "Psycho" entstand. Die berühmte Dusch-Szene, veränderte - obwohl sie nur wenige Sekunden dauerte - die Welt des Films und wurde das Markenzeichen des Regisseurs. Der amerikanische Schriftsteller Stephen Rebello recherchierte die Geschichte hinter "Psycho" minutiös, Regisseur Sacha Gervasi verfilmte sie mit Anthony Hopkins als Hitchcock und Helen Mirren als seine Frau Alma. Vor genau 50 Jahren und drei Jahre nach "Psycho" feierte Hitchcocks nächstes Werk Premiere: "Die Vögel". Für die Dokumentation "Alptraum Kino - Die Welt des Alfred Hitchcock" entlockte Interviewer Fletcher Markle dem Regisseur und Drehbuchautor
Offenbarungen aus seiner filmischen Trickkiste ebenso wie private Geständnisse.

Mond-Reise: Das Roma-Ghetto von Kosice

Kosice, das alte Kaschau in der Ostslowakei, ist neben Marseille in Frankreich heuer Europäische Kulturhauptstadt. Als Design-Hotspot möchte sich Kosice neu definieren. Die Roma-Kultur soll Teil des Programms der Kulturhauptstadt sein, denn dort lebt die größte Roma-Gemeinde Europas. Während die Stadt in früheren Zeiten ein wichtiger Handelsplatz der österreichisch-ungarischen Monarchie war, ist die Stahlindustrie heute der größte Arbeitgeber der Stadt. Mit dem gigantischen Stahlwerk kamen Anfang der Sechziger Jahre im "real existierenden Sozialismus" auch die Arbeitersiedlungen. Diese wurden "Lunik" genannt, wie die sowjetischen Mondsonden. In "Lunik 9", das sich zehn Autominuten vom Zentrum befindet, leben die Roma von Kosice und kämpfen ums Überleben. Sie wohnen in armen Verhältnissen und sind von einer Kulturhauptstadt weit entfernt.

Über-Schwang: Down-Syndrom-Festival - Peter Turrinis Tanzspiel "Schritte"

"Alles ist größer bei den Downies und dramatischer. Ob Zuwendung oder Trauer, nichts hat sein übliches durchschnittliches Maß, alles ist extrem. Das kann höchste Freuden bescheren, wenn sie so viel Liebe schenken, das kann höchsten Schrecken eintragen, wenn man merkt, wie sie - aus meiner Sicht wegen einer Kleinigkeit - in die tiefste Verzweiflung fallen. Das ist das Grundbild des Theaters, die lachende Maske und die weinende Maske, das findet man bei ihnen in klarster Form", sagt Peter Turrini. Seit zwei Jahren arbeitet er mit der "I dance company" für Tänzer und Tänzerinnen mit Down-Syndrom zusammen. Nach "Im Namen der Liebe" präsentiert er das Tanzspiel "Schritte" -von der Geburt, über das Aufwachsen und die erste Liebe bis hin zum Altwerden und einer fröhlichen Wiederauferstehung.

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