FPÖ-Strache: Kein Gold für Zocker-Banken und Spekulanten

Österreicher dürfen nicht um ihr Gold geprellt werden

Wien (OTS) - Nach knapp drei Jahren enthüllten die Nationalbank und ihr Gouverneur Ewald Nowotny das Geheimnis um die Aufenthaltsorte des österreichischen Goldes. Jeder sechste Barren lagert nicht in London, Österreich und der Schweiz, sondern scheint als Papiergold in den Bilanzen von Banken gelistet zu sein. Welche Banken sich über vergoldete Bilanzen freuen dürfen, wollen Finanzministerium und Nationalbank nicht beantworten. Das Versteckspiel beginnt von neuem.

Das Gold der Österreicherinnen und Österreicher lagert zu 80 Prozent in Großbritannien. Rund jeder sechste Barren ist verliehen, wie eine aktuelle Anfragebeantwortung bestätigt. Der freiheitliche Bundesparteiobmann HC Strache kommentiert diese Angaben als "skandalös". "Nicht bloß, dass marode Banken und ihr vielfach gieriges Management mit Steuergeld vor den Folgen ihres Handelns geschützt werden. Anscheinend ist man sogar bereit, unser Gold - das letzte Tafelsilber der Republik - auf dem Altar des Finanzmarktes zu opfern", kritisiert Strache die Goldleihegeschäfte.

In der Anfragebeantwortung beteuerte Finanzministerin Maria Fekter, dass nur "internationale Banken bester Bonität" als Partner in Sachen Goldleihegeschäfte ausgewählt würden. "Wie es um die Bonität des Finanzmarktes bestellt ist, zeigen milliardenschwere Rettungspakete, die über den Globus hinweg verabschiedet wurden und werden", kritisiert der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek die risikoreichen Geschäfte mit dem Gold der Nationalbank. Gerade in Zeiten der Krise müsse das Gold verfügbar sein, anstatt es "Banken zu überlassen, damit das Management die teilweise miesen Bilanzen mit dem Vermögen der Republik frisieren kann." Strache und Deimek erneuern in diesem Zusammenhang ihre Forderung nach einer vollständigen und dauerhaften Lagerung des Goldes auf österreichischem Territorium. Zudem solle Papiergold in physische Barren umgetauscht werden. "Welchen Wert Papier im Ernstfall hat, veranschaulichen die Kursverluste an den Börsen in den vergangenen Jahren. Unser Gold darf nicht Zocker-Banken und Spekulanten überlassen werden", meint Strache.

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