Täterschutz statt Kinderschutz?

Neues Kinder-und Jugendhilfegesetz ein Rückschritt

Wien (OTS) - AVISO: Einladung zur Pressekonferenz der Plattform Kinder-und Jugendhilfegesetz

Montag 4.März 2013
um 10:00 Uhr
Café Landtmann, Löblzimmer

Was von der Regierungskoalition als Erfolg verkauft wird ist nur ein politischer Kompromiss und aus der Sicht der ExpertInnen und Fachverbände aus dem Jugendwohlfahrtsbereich eine Mogelpackung, die dazu noch einige "Giftzähne" enthält.

Der neueste Entwurf zu einem Kinder- und Jugendhilfe Gesetz wird alles andere bringen als einen Innovationsschub in der Kinder - und Jugendhilfe, alles andere als substantielle Verbesserungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, alles andere als einen Neuansatz in der Prävention im Jugendwohlfahrtsbereich.

  • Das Vier-Augen-Prinzip ist eine zahnlose Kannbestimmung!
  • Evaluation geschieht erst nach 5 Jahren (2018), keine Effektivitätskontrolle!
  • Die Verschwiegenheitspflicht wird gelockert und damit eine neue Hürde für jene errichtet, die in einem vertraulichen Gespräch Hilfe suchen. Das führt zu mehr Schutz für die Täter, nicht aber zu erhöhtem Kinderschutz - Opferschutz!

Die Plattform Kinder-Jugendhilfegesetz appelliert an die Abgeordneten und Koalitionsparteien, die besonders heiklen Punkte aus dem Gesetz zu entfernen wie zB. im § 6(4) und eine effektive Umsetzung mit Überprüfung alle 2 Jahre einzufügen.
Auf Ihr Kommen freuen sich:

Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren, DÖJ-Dachverband Österreichischer Jugendwohlfahrtseinrichtungen, Diakonie Österreich, Interessensgemeinschaft Chancengesetz, Kinder- und Jugendanwaltschaft, OBDS Österr. Berufsverband der SozialarbeiterInnen, Österr. Bundesverband für Psychotherapie, Politische Kindermedizin

Rückfragen & Kontakt:

Georg Dimitz (obds): 0664-1010043
Michael Gnauer (IG-Chancengesetz): 0676-9229393
Stephan Schimanowa (Kinderschutzzentren): 0664-88736462

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