Aus für das sozialpädagogische Jugendwohnheim

Wien (OTS) - Das Don Bosco Flüchtlingswerk bedauert die Entscheidung, das sozialpädagogische Jugendwohnheim für von Verfolgung und Flucht betroffenen Jugendlichen in der Ortschaft Lauffen der Stadtgemeinde Bad Ischl nicht realisieren zu können. In diesem Jugendwohnheim hätten bis zu maximal 22 Jugendliche ein vorübergehendes Zuhause in Einzel- und Doppelzimmern erhalten.

Kreuzschwestern haben dem Salzkammergut geholfen

In den Kreuzschwestern hat das Don Bosco Flüchtlingswerk besonders herzliche Partner gefunden. Dem Don Bosco Flüchtlingswerk, das von den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern sowie "Jugend eine Welt" getragen wird, ist die Hilfe für die Ärmsten - genauso wie den Kreuzschwestern - ein besonderes Anliegen. Die Kreuzschwestern haben dem Salzkammergut, und im besonderen Lauffen, in über 100 Jahre ihres Wirkens viel geschenkt. Sie haben die Menschen geschult und gebildet, ihnen schreiben und lesen gelehrt, als die Leute in der Region noch unter großer Armut litten. Heute sind die Jugendlichen, die ihre Sprache und ihren Alltag verloren haben sowie ihre Eltern und Angehörigen verlassen mussten, die Ärmsten in unserer Gesellschaft. Die Kreuzschwestern wollten mit ihrem Marienheim besonders diesen jungen Menschen helfen. Das Don Bosco Flüchtlingswerk bedankt sich bei den Kreuzschwestern für die gute Zusammenarbeit.

Lauffen ein Wallfahrtsort

Lauffen zählt mit seiner Kirche "Maria im Schatten" zu den wichtigsten Wallfahrtsorten im Salzkammergut. Im Salzkammergut sagt man "Maria im Schatten hat für das Salzkammergut den Stellenwert wie Mariazell für ganz Österreich". Das salesianische Hilfswerk wie auch die Kreuzschwestern betonen, dass ein sozialpädagogisches Jugendwohnheim die Bedeutung eines Marienwallfahrtsortes unterstreicht. Floridus Kaiser, der Geschäftsführer des Don Bosco Flüchtlingswerkes, erinnert an "Die Hochzeit von Kana" aus dem Johannesevangelium. Dort ermahnt Maria ihren Sohn, Jesus Christus, den anwesenden Menschen zu helfen - ohne auf ihre Herkunft zu achten oder die Menschen zu bewerten. Die Basilica di Maria Ausiliatrice ("Maria Hilf Basilika") in Turin gilt als Mutterhaus der Salesianer Don Boscos und wurde von Don Bosco errichtet. Den Salesianern Don Boscos ist die Verbreitung der Hilfe Marias ein zentrales Anliegen.

Inklusion in ländlicher Umgebung

Kaiser betont, dass Lauffen von seiner regionalen Lage besonders geeignet sei. Die Jugendlichen hätten Schulen und Ausbildungen in den nahen (Stadt)Gemeinden mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr besucht. Geschäfte und andere Einrichtungen sind in Bad Goisern zu Fuß und in Bad Ischl mit dem Fahrrad in zehn Minuten zu erreichen. "Der letzte Zug aus Gmunden erreicht Lauffen nach 21 Uhr", sagt Kaiser. Die Jugendlichen hätten ausreichend Zeit, ihre Freizeit in den umliegenden Gemeinden und Städten zu verbringen. "Soziale Arbeit orientiert sich heute nach inklusiven Konzepten. Das heißt, wir haben uns zu fragen: Was müssen wir in Lauffen und Bad Ischl für die Jugendlichen aufbauen, damit die Jugendlichen dort wohnen und leben können?" Die Jugendlichen verbringen in der Region eine gewisse Lebenszeit, um ihre Ausbildungen zu absolvieren, um Sicherheit zu gewinnen und später als junge Erwachsene selbständig zu handeln.

Regionale Wertschöpfung

Das Don Bosco Flüchtlingswerk hätte in der Region mit der höchsten Arbeitslosigkeit Oberösterreichs bis zu 14 qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. "Eine sozialpädagogische Einrichtung bringt Wertschöpfung in der Region. Wir schaffen Arbeit, fördern die regionalen Kleinbetriebe und investieren vor Ort", sagt Kaiser und zeigt sich zuversichtlich, dass eine andere Gemeinde in Oberösterreich den Mehrwert erkennt und sich für ein Jugendwohnheim einsetzen wird. "Wir suchen gemeinsam mit dem Land Oberösterreich Alternativen", sagt Kaiser.

Das Don Bosco Flüchtlingswerk Austria ist eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von "Jugend Eine Welt" mit dem Ziel, sich für unbegleitete junge Flüchtlinge in Österreich einzusetzen. Das Flüchtlingswerk feiert 2013 sein zehnjähriges Jubiläum.

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und Fotos: Don Bosco Flüchtlingswerk
Floridus Kaiser (Geschäftsführer)
T: 0664/824 36 13 und fluechtlingswerk@donbosco.at

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