Kaufmann-Bruckberger: Bauernbund stimmte für Erhöhung der Einheitswerte

Bauernrebell Steinbichler deckt Schwindel um AT-Stempel und Gütezeichen auf

Baden (OTS) - Woran es in der Landwirtschaft krankt, darum drehte sich das Pressegespräch des Team Frank Stronach. Nationalratsabgeordnete Elisabeth Kaufmann-Bruckberger, kritisierte dabei, dass Förderungen nach wie vor an die falschen Empfänger gehen. Warum etwa, so fragt Kaufmann-Bruckberger, die auch Kandidatin des Team Frank Stronach für die Landtagswahlen in NÖ ist, warum erhält die Landwirtschaftskammer 20 Millionen Euro Subventionen? Kaufmann-Bruckberger spricht sich dabei auch gegen Zwangsbeiträge der Mitglieder an die Kammer aus, "Schluß mit der Zwangsmitgliedschaft", lautet ihre Forderung.

Hart ins Gericht ging die Betreiberin einer Buschenschenke mit dem Landwirtschaftsministerium, das bis 2015 sagenhaft 8,7 Millionen Euro für deren Homepage veranschlagt hat. "Dieses Geld wäre besser bei den kleinen Bauern aufgehoben, als beim Wasserkopf Ministerium", klagt Kaufmann-Bruckberger die Verschwendung an.

Genauso hart ist die Kritik der Politikerin am ÖVP Bauernbund. "Was macht der Bauenbund", fragt Kaufmann-Bruckberger, und gibt selbst die Antwort: "Er hat sich für die Erhöhung der Einheitswerte stark gemacht, damit wir Bauern höhere Beiträge zur Bäuerlichen Sozialversicherung und zur Landwirtschaftskammer abliefern müssen!"

Mit einem weiteren Antrag wollte der ÖVP Bauernbundes die Beiträge der Bauern an die AMA zur Weinmarketing Gesellschaft erhöhen. Für manche Weinbauern hätte diese Initiative des ÖVP Bauernbundes eine Erhöhung von bis zu 320 Prozent bedeutet. "Das Vorhaben des Bauernbundes konnte mit einer Allianz der Vernunft verhindert werden, aber wir müssen wachsam bleiben, dass dem Bauernbund diese Geldbeschaffung nicht doch noch gelingt", warnt Kaufmann-Bruckberger.

Und gleich nochmal hat sich der Bauernbund gegen die Interessen der Bauern gestellt. Der ÖVP Bauernbund hat erst jüngst die Wiedereinführung des Agrardiesels verhindert! "In Summe hätte dieses Vorhaben die österreichischen Bauern mit 50 Millionen Euro entlastet - doch der ÖVP Bauernbund agierte gegen seine eigenen Mitglieder", deckt Kaufmann-Bruckberger auf.

IG-Fleisch Steinbichler: Genussregion Werbung oft irreführend

"Der Skandal rund ums Rindfleisch, lässt einmal mehr darüber nachdenken, wie Kontrolle wirklich funktioniert und dass der wahre Skandal vom System gedeckt wird", beklagt beim Pressegespräch der als Bauernrebell bekannte Obmann der IG-Fleisch, Leopold Steinbichler. Welcher Schwindel mit Gütezeichen und ähnlichem getrieben wird, darüber klärte Steinbichler an Hand eines mitgebrachten Schweinsschlögels auf. Steinbichler erläuterte den an der Schwarte angebrachten Stempel: "Der vom Tierarzt angebrachte AT-Stempel bezeugt nichts anderes, als dass das Tier in Österreich geschlachtet worden ist - kommen kann das Tier aus Polen, Tschechien, Slowakei etc." Millionen von Schweinen und 150.000 Rinder kommen nur durch die Schlachtung in Österreich zu diesem AT Stempel. Seinbichler fordert daher im Interesse der Sicherheit der Konsumenten: "Künftig darf nur mehr jenes Schlachtgut den Stempel zur Genusstauglichkeit haben, wo der Stall nicht weiter als 150 Kilometer vom Schlachthof entfernt ist - derzeit liegt diese Grenze bei 8 Stunden Fahrtzeit!"

Ähnlich verhält es sich mit den Hinweisen auf "Genussregion" Produkte. Da betreiben, so Steinbichler, nicht zuletzt Lieferanten der Gastronomie und Hotelerie auf ihren Flugblättern mit dem Hinweis auf "Genussregion" Produkte Werbung. Beim näheren Hinsehen stammt dann ein Großteil der auf der Werbung angepriesenen Ware nicht von österreichischen Bauern, sondern von deren ausländischen Kollegen, zum Teil aus Südamerika!

Schindluder mit AMA Gütesiegel auf China-Erdbeeren-Joghurt und Fisch aus Aquakulturen

Und welches Schindluder mit dem AMA-Gütezeichen betrieben wird, konnte man, so Steinbichler, zuletzt in der ORF-Sendung "Im Zentrum" sehen. Das dort gezeigte Joghurt, das das AMA Gütesiegel trägt, und damit vorgeblich auf Top-Qualität aus Österreich verweist, beinhaltet auch Erdbeeren aus China! Steinbichler: "Aber auch andere Produzenten erwecken mit der Werbung oft den Eindruck heimischer oder zumindest gesunder Produkte. Da steht dann darauf 'Iss was G'scheites' und tatsächlich kommt der tiefgefrorene Fisch aber aus Aquakulturen aus Vietnam, gefüttert mit jeder Menge Antibiotika. Ich lade jeden ein, sich mal anzusehen, wie in manch Vietnamesischen Aquakulturen mit den Tieren umgegangen wird - erbärmlich!"

Steinbichler forderte beim Pressegespräch heute abschließend die Milchquote analog zur Rübenquote von 2015 bis 2020 zu verlängern.

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