LR Ragger: Standortgarantie für Gutenberg-Förderschule bis Ende Schuljahr 2014/15

Danach entscheidet Gremium mit allen Schulpartnern, Stadt- und Landesvertretern

Klagenfurt (OTS) - Der Kärntner Sozial- und Bildungsreferent LR Christian Ragger will alles tun, damit in Ruhe und mit größtmöglicher Sachlichkeit die optimale Versorgung von beeinträchtigten Kindern in Klagenfurt festgelegt wird. "Es gibt daher eine zweijährige Standortgarantie für die Gutenberg-Förderschule im Behindertenförderungszentrum. Bis zum Ende des Schuljahres 2014/2015 finden der Unterricht und die außerschulische Förderung der Kinder in jedem Fall am jetzigen Standort statt. Dazu verpflichtet sich die Landesregierung", betonte Ragger.

Wo die Förderschule dann in weiterer Zukunft ihren Platz haben wird, soll dann ein Gremium festlegen, in dem alle Schulpartner und Vertreter der Stadt und des Landes gleichberechtigt abstimmen. "Dazu gehören die Direktorin der Schule, Vertreter der Eltern und des Lehrekollegiums", führte Ragger aus.

Die entscheidende Frage wird dabei sein, wie die Gutenberg-Förderschule in Zukunft mit der UN-Behindertenrechtskonvention kompatibel gestaltet wird. Der Staat Österreich hat sich ja verpflichtet, diese Konvention zu erfüllen. Der wesentliche Punkt dabei lautet, dass alle Barrieren zwischen Kindern mit und ohne Behinderung abgebaut werden müssen. Dies bedeutet, dass es keine abgeschlossene Schule nur für beeinträchtigte Kinder, wie es derzeit die Gutenberg-Schule ist, geben dürfte. "Es wird daher langfristig darüber zu diskutieren sein, wie die Gutenberg-Schule als eigene organisatorische Einheit mit einer anderen bestehenden Schule verbunden werden kann", so Ragger.

In der nunmehr fixierten mehr als zweijährigen Nachdenkphase, in der sich an dem Status quo nichts ändern wird, habe man genug Zeit, die zukünftige Vorgangsweise zwischen allen Beteiligten abzusprechen. Eine andere wichtige Entscheidung, die mit der Förderschule nichts zu tun hat, wurde ja bereits getroffen. Auf dem Gelände des Behindertenförderungszentrums wird ein neues Internat für 24 beeinträchtigte Kinder errichtet, die nach der Schule nicht nach Hause fahren. Es wird dies das größte aller Inklusionszentren sein, die in den nächsten Jahren in allen Bezirken umgesetzt werden, berichtete Ragger.

"Kärnten sollte jedenfalls in Zukunft zu jenem Bundesland werden, dass die UN-Behindertenrechtskonvention im Schulbereich weitestgehend umsetzt. Schon jetzt sind wir ja bei der Integration von beeinträchtigten Kindern im Pflichtschulbereich an führender Stelle, so der Sozialreferent. Mit diesen Fakten sollte jedenfalls die Unsicherheit von einzelnen Eltern, die am Mittwoch auch demonstriert haben, beseitigt sein", hoffte Ragger abschließend.

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