Kadenbach/Leichtfried: Sozialdemokratischer Etappensieg gegen Agrarindustrie

Sozialdemokratische Fraktion sieht Deckel bei Agrardirektförderungen mit 200.000 Euro pro Jahr vor

Wien (OTS/SK) - Im Rahmen der sozialdemokratischen Fraktionssitzung und dem Meinungsaustausch über die Reform der GAP mit Dacian Ciolos, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, sowie Janez Potocnik, EU-Kommissar für Umwelt, diese Woche in Brüssel, hat sich die S&D-Fraktion auf einen Maximalbezug von 200.000 Euro pro Jahr bei der Agrar-Direktförderung ausgesprochen. "Bisher waren Höchstsummen von mehr als 300.000 Euro vorgeschlagen. Wir SPÖ-Europaabgeordneten hätten die Deckelung gerne mit 100.000 Euro oder tiefer angesetzt, die jetzige Basis von 200.000 ist hier ein erster richtiger Schritt. Wir wollen die Gelder für Biolandwirte, ländliche Entwicklung, europäische Kontrollen im Lebensmittelbereich und vielem mehr - aber sicher nicht für die Agrarindustrie", erläutert die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, am Freitag. ****

SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried macht darauf aufmerksam, dass in Österreich 46 Agrarkonzerne mehr als 300.000 Euro erhalten. "Klar ist: 200.000 Euro Deckelung führt zu mehr Gerechtigkeit in der Landwirtschaft. Wichtig ist zugleich auch, dass genossenschaftliche Zusammenschlüsse von kleineren Landwirten, die etwa meist Fahrzeuge gemeinsam ankaufen und nutzen, von diesen Höchstsummen nicht betroffen sind. Jetzt geht es darum, diese sozialdemokratische Linie bei der Plenarabstimmung am 13. März gegenüber konservativen Unternehmensvertretern durchzusetzen", sagte Leichtfried. (Schluss) bj

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