"Fracking" als Fördermethode im Bodenseeraum nicht geeignet

Landtagspräsidentin Nußbaumer auf Antrittsbesuch in Stuttgart

Stuttgart/Bregenz (OTS/VLK) - Landtagspräsidentin Gabriele Nußbaumer absolvierte kürzlich ihren Antrittsbesuch im Landtag von Baden-Württemberg. Beim Arbeitsgespräch mit Landtagspräsident Guido Wolf wurde von beiden Seiten der Wille zur weiteren Zusammenabreit betont. Thema war dabei auch die umstrittende Form der Gasförderung durch "Fracking".

Seit vielen Jahren besteht zwischen den Landtagen von Baden-Württemberg und Vorarlberg eine vielfältige und freundschaftliche Zusammenarbeit auf bilateraler und europäischer Ebene. Vor allem im Ausschuss der Regionen und in der Parlamentarier-Konferenz Bodensee ergeben sich immer wieder Berührungspunkte. "Wir haben schon in der Vergangenheit im Bodenseeraum mit einer Stimme gesprochen und konnten dadurch für die Region nachhaltige Lösungen umsetzen", hält Landgtagspräsidentin Nußbaumer fest. Das gemeinsame Auftreten verleihe den Anliegen in der Bodenseeregion mehr Gewicht und sollte auch in Zukunft bei länderüberfreifenden Themen beibehalten werden.

Bei dem Besuch in Stuttgart wurde auch das Thema "Fracking" angesprochen. Nußbaumer verwies auf den gültigen Landtagsbeschluss und die ablehnende Haltung Vorarlbergs zu dieser Gasfördermethode:
"Der Bodensee als Trinkwasserspeicher für rund 4,5 Millionen Menschen in der Schweiz und in Deutschland darf durch diese Methode der Energiegewinnung nicht gefährdet werden. Wir haben uns auch deshalb für eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung ausgesprochen." Guido Wolf informierte über den einstimmig verabschiedeten Entschließungsantrag des baden-württembergischen Landtags vom Juni letzten Jahres, wonach im Bereich der Trinkwassergewinnung, insbesondere in Wasserschutzgebieten, die so genannte Fracking-Technologie ausgeschlossen wird.

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