Korun: Rot-Weiß-Rot Karte lebensnah machen

Aktueller Fall zeigt die absoluten Lebensferne der Einkommenshürden

Wien (OTS) - "Wie der aktuelle Fall der hochqualifizierten Studentin Natalia Z.J. zeigt, ist die Rot-Weiß-Rot Karte noch immer viel zu weit weg von den Lebensrealitäten der Menschen, die hier studiert haben und fertig werden. Wenn selbst eine sehr gut ausgebildete, mehrsprachige Studienabsolventin die Rot-Weiß-Rot-Karte nicht bekommt kann, weil die Einkommenshürden zu hoch sind, muss das der Regierung zu denken geben. Von ausländischen Uniabsolventen ein Gehalt zu verlangen, das in gewissen Branchen als Anfänger einfach nicht erreichbar ist, macht diese Regelung zu einem Ladenhüter, der niemandem etwas bringt" kritisiert Alev Korun, Migrationssprecherin der Grünen, zur notwendigen Reform der Rot-Weiß-Rot Karte.

"Die Hürden wurden bei der Rot-Weiß-Rot-Karte von Anfang an sehr hoch gebaut, obwohl Österreich schon alleine wegen der Sprache - welche nun einmal keine Weltsprache wie Englisch ist - im Wettbewerb um qualifizierte Zuwanderer benachteiligt ist. Wir brauchen eine Reform, die sich zu lebensnahen Bestimmungen bekennt und damit jungen, engagierten Leuten das Signal gibt, dass sie willkommen sind. Sonst bleibt der Vorsatz der Regierung, mehr qualifizierte Arbeitskräfte ins Land zu holen, bloßes Lippenbekenntnis", warnt Korun." Da wir Grünen bereits 2006 ein eigenes Einwanderungsmodell zur Arbeitsmigration entworfen haben, stellen wir gerne dazu auch unser Know-How zur Verfügung" so Korun.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0007