AK zu Lehrverträgen: Anerkennung schulischer Ausbildung beim Berufseinstieg ist wichtiger Schritt

AbsolventInnen von berufsbildenden Schulen müssen auch als solche anerkannt und entsprechend beschäftigt werden

Wien (OTS) - "Wir haben immer kritisiert, dass viele AbsolventInnen von berufsbildenden Schulen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt nicht als vollwertige Fachkräfte anerkannt und dementsprechend nach dem Kollektivvertrag bezahlt werden, sondern als Lehrlinge in Betrieben beschäftigt werden. Das sollte nun endlich der Vergangenheit angehören", so AK Präsident Herbert Tumpel zum heute von Wirtschaftsminister Mitterlehner angekündigten Erlass nach dem Berufsausbildungsgesetz. Damit gibt es nun Klarheit, welche Lehrverträge nach einer bereits absolvierten Schulausbildung in einer berufsbildenden mittleren oder höheren Schule nicht mehr abgeschlossen werden dürfen.

Mit dem Erlass ist für große Berufsgruppen endlich eine Regelung vorhanden. Die Zukunft wird aber zeigen, ob diese auch ausreicht oder ob weitere Ergänzungen notwendig sein werden. "Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung Durchlässigkeit und Anerkennung von Abschlüssen gesetzt", so AK Präsident Herbert Tumpel. Denn bisher wurden viele junge Leute trotz einschlägiger Berufsausbildung in der Schule noch in eine Lehre mit gleichem Ausbildungsziel gedrängt.

Nach wie vor sieht die AK aber in einer klaren Verordnung nach dem §28 des Berufsausbildungsgesetzes zu den Berufsberechtigungen den besseren Weg. Offen ist auch noch die Frage, wie man mit der Anrechnung von Fertigkeiten und Kenntnissen von SchulabbrecherInnen umgeht, wenn diese nachfolgend einen facheinschlägigen Lehrberuf wählen und natürlich umgekehrt, wenn Lehrlinge in eine berufsbildende Schule wechseln. "Auch hier müssen Lösungen gefunden werden. Wir können es uns nicht leisten, bereits erworbene Bildungsinhalte einfach zu ignorieren und somit Bildungs- und Lebenszeitressourcen zu vergeuden. Den Bekenntnissen zur Anrechnung von bereits erworbenem Wissen müssen Taten folgen", so Tumpel abschließend.

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