Kärntner Tabakfachhändler mahnen "Liebe EU, ES REICHT!" und setzen Zeichen gegen überzogene EU Vorhaben.

Nach erfolgreichem Start der Initiative "Liebe EU, ES REICHT!" in St. Pölten schließen sich die Kärntner Trafikanten gemeinsam mit dem VCPÖ in Klagenfurt dem Appell an die Politik an.

Wien (OTS) - Vor zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Pressevertretern präsentierten heute die Kärntner Trafikanten die Initiative "Liebe EU, ES REICHT!" in Klagenfurt. Die vom Verband der Cigarren- und Pfeifenfachhändler Österreichs (VCPÖ) mit Unterstützung des Bundesgremiums der Tabaktrafikanten initiierte Aktion macht auf die drohenden Auswirkungen der EU-Pläne zu einer Verschärfung der EU-Tabakproduktrichtlinie aufmerksam.

Gemeinsam mit den Wählerinnen und Wählern wird an die Verantwortung der politischen Vertreter appelliert. Kernstück der Initiative sind Postkarten, auf denen besorgte Bürgerinnen und Bürger ihren Unmut gegen die überschießenden Verbote und die Bevormundung durch die EU zum Ausdruck bringen. Diese werden anschließend an die österreichische Bundesregierung sowie Vertreter der Regierungsparteien im Europaparlament verschickt.

Bei der heutigen Präsentation vor der Tabaktrafik Seebacher auf dem Alten Platz in Klagenfurt wurden die existenzbedrohenden Maßnahmen der EU im Detail erläutert.

Ingomar Seebacher, Tabaktrafikant in Klagenfurt und Gründungsmitglied des VCPÖ, betont: "Wir Tabaktrafikanten verkaufen mit den Zigaretten ein legales Produkt. Ein Genussmittel wie viele andere Genussmittel auch. Die Gefahren des Rauchens sind allgemein bekannt und der Bürger ist mündig genug, um eine bewusste Entscheidung treffen zu können. Und diese Entscheidung muss ihm zugestanden werden."

Bedenklich ist für Seebacher auch, welche weiteren Genussmittel künftig betroffen sein werden: "Diese Initiative richtet sich keinesfalls gegen die EU, aber diese Richtlinie ist eine Zumutung für ein legales Genussmittel. Tabakwaren sind nur der Beginn, wo soll die Reise hingehen?"

Harald Pichler, Gremialobmann, als Vertreter der Tabaktrafikanten Kärntens, äußert seine Bedenken: "Wir sind gegen jede weitere Einschränkung der Entscheidungsfreiheit unserer Kunden. Die EU heizt mit jeder weiteren Verschärfung den Schmuggel an und gefährdet zudem eine gesamte Branche - und dies in Zeiten der Rezession. Allein in Kärnten geben 155 Tabakfachgeschäfte ihren Besitzern und über 200 Mitarbeitern sowie Zulieferern eine gesicherte Existenz."
Weiters beanstandet Harald Pichler den scheinbar vorauseilenden Gehorsam der österreichischen Politik: "Unsere Politiker sollten sich ein Beispiel an anderen EU Mitgliedstaaten wie Ungarn, Polen oder Tschechien nehmen, die sich schützend vor die mündigen Bürger und die gesamte Tabakbranche stellen. Lösungsorientierte Politik wäre die Legalisierung des Lutschtabaks Snus, welcher derzeit EU-weit nur in Schweden legal erhältlich ist."

DI Tina Reisenbichler, Geschäftsführerin der Monopolverwaltung GmbH, fügt ergänzend hinzu: "Unser österreichisches Tabakmonopol schafft die gesetzlichen Rahmenbedingungen für einen funktionierenden Jugendschutz. Darüber hinausgehende Maßnahmen wie die Verbotskultur der EU sind der falsche Weg und untergraben unser Monopol. Zielführend sind die Aufklärung und Information."

Mag. Karin Holdhaus, Mitglied der Geschäftsführung British American Tobacco Austria, gibt zu bedenken: "Die Vereinheitlichung von Zigaretten und Zigarettenpackungen stellen einen beispiellosen Eingriff in die Rechte von Markenprodukten dar. Ob mit diesen Maßnahmen die gesundheitspolitischen Ziele erreicht werden können, ist allerdings fragwürdig. Unverhältnismäßig große Warnhinweise bieten keinen informativen Mehrwert, da die Konsumenten bereits die mit dem Rauchen in Zusammenhang stehenden Risiken kennen. Zugleich fehlen stichhaltige Nachweise über die Effektivität etwa von Einschränkungen in der Gestaltung von Zigarettenpackungen."

Es ist richtig und wichtig, dass ein einheitlicher Rechtsrahmen für die Herstellung und für den Verkauf von Tabakwaren innerhalb der EU existiert, so Holdhaus weiter: "British American Tobacco sagt JA zu sinnvollen Regulierungen und Aufklärung aber wehrt sich gegen die Diskriminierung eines legalen Produktes."

Bei dem vor der Trafik Seebacher am Alten Platz in Klagenfurt aufgebauten Informationsstand wird bis zum 1. März nicht nur auf die Bedrohungen der neuen Tabakproduktrichtlinie sondern auch generell auf die politische Tendenz zur Überregulierung und Bevormundung seitens der EU aufmerksam gemacht. Mitmachen können alle Bürgerinnen und Bürger vor Ort sowie unter: www.eu-es-reicht.at.

Über den VCPÖ

Der VCPÖ - Verband der Cigarren- und Pfeifenfachhändler Österreichs -wurde 1999 von österreichischen Tabakfachhändlern gegründet. Heute bemühen sich bereits über 85 engagierte VCPÖ-FachhändlerInnen in ganz Österreich um die Wünsche ihrer anspruchsvollen Kunden und bieten Sortiment und Beratung auf hohem, internationalen Niveau. Eine der Hauptaufgaben der Verbandsarbeit ist die Unterstützung österreichischer TabakfachhändlerInnen - insbesondere durch Information, Fortbildungsangebote und Veranstaltungen. Ziel ist die stetige Verbesserung und Sicherung der Qualität der Handelsgeschäfte, sowie das Eintreten des Verbandes für das Kulturgut Tabak und eine friedliche, gesellschaftliche Koexistenz von Rauchern und Nichtrauchern.

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Klaus W. Fischer
Präsident VCPÖ
Verband der Cigarren- und Pfeifenfachhändler Österreichs
1010 Wien, Eschenbachgasse 11
Mobil: +43 (0)664 338 70 70
Email: office@vcpoe.at

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