FSG-Mernyi: Haubner & Co. leben offensichtlich in einer eigenen Welt

"Gerechtigkeitsmonitor", der Steuersystem und Vermögensverteilung nicht behandelt, ist absurd

Wien (OTS/FSG) - "Ich nehme erfreut zur Kenntnis, dass Herrn Haubner Gerechtigkeit auf einmal ein großes Anliegen ist. Noch besser, vor allem seriöser, wäre es allerdings, wenn der Generalsekretär des Wirtschaftsbundes auch den Titel der sogenannten Studie des deutschen Instituts nennen würden, mit der er heute argumentiert, dass Österreich zu den gerechtesten Ländern Mitteleuropas gehört", kommentiert Willi Mernyi, Bundessekretär der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG).

"Es handelt sich um einen Gerechtigkeitsmonitor, für den absurderweise weder die Vermögensverteilung noch das Steuersystem als Indikatoren herangezogen werden. Die Bezeichnung Studie erscheint angesichts einiger zusammengestellter Grafiken ein wenig überzogen."

Zur Erinnerung für Haubner und andere Vertreter von IV und ÖVP sei hier noch einmal festgehalten: Mehr als die Hälfte der Einnahmen im österreichischen Steuertopf stammt von den Lohnabgaben der ArbeitnehmerInnen, ein weiteres Viertel von den Abgaben der KonsumentInnen. Demgegenüber stehen 14 Prozent Einnahmen von Unternehmen und Vermögenden, wobei Österreich mit den 1,3 Prozent Anteil aus Vermögenssteuern auf dem drittletzten Platz aller OECD-Staaten liegt.

"Die FSG kann und wird sich angesichts dieser Zahlen und Fakten mit den Vorstellungen der schwarzen Reichshälfte, was Gerechtigkeit ist, sicher nicht zufrieden geben", so Mernyi abschließend: "Haubner und Co. leben ganz offensichtlich in ihrer eigenen Welt, die sie leider auch nicht verändern wollen. Mit ideologischen Schauermärchen, dass eine Vermögenssteuer den Wirtschaftsstandort oder den Mittelstand gefährden würde, ist niemandem geholfen. Wer ernsthaft und konsequent für mehr Gerechtigkeit eintreten will, der kommt nicht daran vorbei, sich für einen stärkeren Beitrag der Vermögenden einzusetzen!"

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