Brunner zu Mehrwegflaschen: Ein Minus bei ohnehin niedrigen Mehrwegquoten ist kein Erfolg

Anteil der Mehrwegflaschen kann nur durch verbindliche Quoten erhöht werden

Wien (OTS) - "Ich freue mich über jede Initiative, die dazu beiträgt den Anteil der Mehrwegflaschen in Österreich zu erhöhen. Immerhin ist die Mehrwegflache die ökologischste Getränkeverpackung. Aber: Ein Minus der ohnehin niedrigen Mehrwegquoten als Erfolg zu verkaufen, wie das Bundesarbeitskammer und die Wirtschaftskammer heute tun, ist in diesem Zusammenhang eher lächerlich. Denn wiederbefüllbare Pfandflaschen sind mittlerweile fast aus den österreichischen Regalen verschwunden", erinnert Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen.

Von 1994 bis 2010 fiel der Mehrweganteil bei Mineralwasser von 96 auf 17,3 Prozent und bei Limonaden von 57 auf 10,9 Prozent. Dass das Minus jetzt abnimmt, ist da nicht wirklich ein Erfolg, denn so groß wie in den letzten Jahren kann das Minus gar nicht mehr sein, argumentiert Brunner. Schuld an der Entwicklung der letzten Jahre waren fehlende Rahmenbedingungen.

"Notwendig sind verbindliche Mehrwegquoten. Nur so kann der Anteil der Mehrwegflaschen in Österreich wieder erhöht werden. Und das muss das Ziel sein, nicht die Stabilisierung auf niedrigem Niveau!", so Brunner.

Die Grünen haben bereits sieben Mal das Öko-Bonus-Modell beantragt, das von Wirtschaftskammer und Handel blockiert wurde. Landwirtschaftsminister Berlakovich hat leider diese Blockade umgesetzt anstatt umweltpolitische Vorgaben an die Wirtschaft zu machen. Dabei könnte er sich der Unterstützung der Bevölkerung sicher sein: 84% der ÖsterreicherInnen wünschen sich die Rückkehr der umweltfreundlichen Mehrwegflasche.

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