Grüne Initiative zum Schutz der Arktis und Eisbären erfolgreich

Brunner: Regierungsparteien haben weitergehende Schutzmaßnahmen abgelehnt

Wien (OTS) - "Ich freue mich, dass wir zwei wichtige Punkte zum Schutz der Arktis durchsetzen konnten", sagt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, anlässlich des gestern im Plenum des Nationalrats beschlossenen Antrags, der auf eine Initiative der Grünen zurückgeht. "Österreich wird sich von nun an in allen europäischen und internationalen Gremien für einen maximalen Schutz der Arktis als Naturlebensraum einsetzen. Dazu zählen unter anderem die Einrichtung eines internationalen Schutzgebietes sowie die Anhebung des Schutzstatus von Eisbären auf der nächsten Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens", erklärt Brunner.
"Ich begrüße, dass Shell sich aus Projekten in der Arktis zurückzieht. Es ist aber zu wenig, sich darauf zu verlassen, ob Konzerne ein wirtschaftliches Interesse an der Ausbeutung der Arktis haben oder nicht. Es braucht rechtliche Einschränkungen. Da sind die Regierungen gefordert", betont Brunner.

"In diesem Zusammenhang ist völlig unverständlich, warum SPÖ und ÖVP keine Garantie dafür abgeben wollen, dass sich staatliche und staatsnahe Unternehmen nicht an zerstörerischen Industrieprojekten in der Arktis beteiligen dürfen. Es wäre ein fatales Signal, wenn sich Unternehmen wie die OMV an Umweltverbrechen am Nordpol beteiligen würden, wenn die Bundesregierung gleichzeitig für deren Schutz eintritt", so Brunner.

Enttäuscht zeigt sich Brunner auch über die ablehnende Haltung der Regierungsparteien zu schnell wirksamen Maßnahmen wie einem sofortigen Stopp der Öl- und Gasförderung sowie einem Moratorium der industriellen Fischerei in der Arktis. "Wenn es nicht schnell wirksame Maßnahmen gibt, dann wird es bald nicht mehr viel zu schützen geben", so Brunner.

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