PVÖ-Glatz zur Inflation: Österreich entwickelt sich zum Hochpreisland

Der "Österreich-Aufschlag" belastet besonders Pensionisten

Wien (OTS/SK) - Die Teuerung hat im Jänner 2013 mit 2,6 Prozent zwar leicht nachgelassen, aber die Ausgaben für Pensionistinnen und Pensionisten liegen laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria mit 2,7 Prozent weiterhin darüber. Pensionistenverbands-Konsumentenschützer Harald Glatz betont deshalb erneut: "Das Offensichtliche darf nicht länger vernachlässigt oder vergessen werden: Immer noch leidet die ältere Generation besonders unter steigenden Verbraucherpreisen. Vor allem die Mieten mit 4,4 Prozent und Energie - insbesondere Strom mit 5,9 Prozent - sind die großen Preistreiber." ****

"Besonders bedenklich ist, dass der Unterschied zu Deutschland bei der Teuerung weiter anhält. Österreich ist - obwohl vom Lebensstandard sehr gut vergleichbar - viel teurer. In Deutschland macht die Inflation nur 1,7 Prozent aus. Es ist also eine beunruhigende Beobachtung, dass sich Österreich in Europa zum Hochpreisland entwickelt." Unser Land liege sowohl über dem EU-Durchschnitt als auch über dem Durchschnitt der Euroländer. Gemessen am europäischen harmonisierten VPI (Verbraucherpreis-Index) gehöre Österreich mittlerweile zu den Top 5 der 27 EU-Länder. Lediglich Slowenien, die Niederlande, Estland und Rumänien weisen noch massivere Steigerungen auf.

Der Pensionistenverband fordert deshalb nach wie vor schnelle und wirksame Maßnahmen:

- Weg mit den Österreich-Aufschlägen in Supermärkten und Drogeriemärkten! Wie zigfach in Tests bewiesen, sind völlig identische Produkte in Deutschland teils erheblich billiger als in Österreich. Die Wettbewerbsbehörde muss noch aktiver werden. Wir brauchen schmerzhafte Konsequenzen für Preissünder.

- Auch wenn der Nationalrat anders entschieden hat, brauchen wir im Rahmen einer Gesetzesnovelle die Beweislastumkehr. Dadurch müssten die Energie-Anbieter darlegen und begründen, wie sie zu ihren Preisen kommen.

"Wenn die Wirtschaft satte Gewinne einfährt und dennoch für die kleinen Konsumenten kräftig an der Preisschraube dreht, braucht es gesetzlichen Schutz. Angesichts der weiterhin steigenden Lebenserhaltungskosten, unter denen die Menschen leiden, ist ein Umdenken in einigen politischen Lagern dringend notwendig", unterstrich Glatz. (Schluss) ah/bj

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