Mitterlehner: Gleichstellung von Schulabschlüssen mit Lehrlingsausbildung bringt höheres Einstiegsgehalt

Durch neuen Erlass werden Absolventen von Fachschulen arbeits- und sozialrechtlich Lehrzeitabsolventen in vergleichbaren Berufen gleichgestellt.

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Jugendminister Reinhold Mitterlehner hat am Donnerstag durch einen Erlass zum Berufsausbildungsgesetz die Gleichstellung von Fachschulabschlüssen mit zahlreichen Lehrlingsausbildungen geregelt. "Jugendliche mit bestimmten Fachschulabschlüssen müssen von den Betrieben künftig zu den gleichen Konditionen angestellt werden wie jemand, der eine fachlich vergleichbare Lehrzeit ohne Lehrabschlussprüfung abgeschlossen hat. Damit haben die Schulabsolventen Anspruch auf ein deutlich höheres Einstiegsgehalt", sagt Mitterlehner. Denn für die vom Erlass umfassten Jugendlichen gilt bei einer facheinschlägigen Verwendung der entsprechende Kollektivvertrag anstatt der Lehrlingsentschädigung.

Der neue Erlass gilt für technisch-gewerbliche, kaufmännische und humanberufliche Abschlüsse in Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMHS), die dem Abschluss der Lehrzeit ohne Lehrabschlussprüfung in bestimmten Berufen gleichgestellt werden. Ein Beispiel dafür ist der Handelsschulabschluss, der arbeits- und sozialrechtlich dem Lehrberuf Bürokaufmann/Bürokauffrau gleichgestellt wird oder auch der Abschluss einer Handelsakademie, der Bürokaufmann/Bürokauffrau und Buchhaltung gleichgestellt wird. Das Gleiche gilt für Absolventen einer Hotelfachschule oder einer Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, deren Abschluss mit den Lehrberufen Hotel- und Gastgewerbeassistenz sowie Restaurantfachmann und Koch gleichgestellt wird. Ebenfalls profitieren können HTL-Absolventen, deren Abschluss je nach Ausbildungsschwerpunkt technischen Lehrberufen wie Metalltechnik- und Maschinenbautechnik oder Mechatronik gleichgestellt wird.

Der neue Erlass richtet sich an die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern, die mit der Vollziehung des Berufsausbildungsgesetzes auf Landesebene betraut sind und die Lehrverträge überprüfen. Damit wird in der Praxis gewährleistet, dass die jungen Absolventen der Fachschulen nicht nur Anspruch auf die Lehrlingsentschädigung, sondern auf den entsprechenden Fachkräftelohn haben.

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