AK zur Jänner-Inflation: Wohnen und Lebensmittel weiterhin teuer!

Wien (OTS) - 40 Prozent der Preissteigerungen im Jahresvergleich entfallen auf Essen und Wohnen. "Tagtäglich spüren die Menschen in ihrem Geldbörsel, wie teuer alles ist", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. "Wir fordern gerechte Preise, damit Leben und Wohnen leistbar wird."

Die Wohnungsmieten sind im Jahresabstand um 4,4, Prozent angestiegen. Auch die Preise bei den Lebensmitteln liegen mit 3,9 Prozent deutlich über der Inflationsrate (2,6 Prozent). So wurden zum Beispiel Tee, Kaffee und Kakao (plus 5,1 Prozent), Teigwaren (plus 3,7 Prozent), Mischbrot (plus 4,7 Prozent), Eier (plus vier Prozent) oder Pflanzenöl (plus 4,1 Prozent) spürbar teurer.

Konkret verlangt die AK:

1 Wohnen muss leistbar sein: Die AK fordert eine Reform des Mietrechts mit klaren Mietobergrenzen bei den privaten Mieten. Überdies müssen die Zu- und Abschläge zum Richtwert müssen im Mietvertrag angegeben und begrenzt werden - generell auf höchstens 20 Prozent des Richtwertes. Und: Grundsteuer, Verwaltungs- und Versicherungskosten dürfen nicht mehr auf die MieterInnen überwälzt werden. Sie sollen aus dem Betriebskostenkatalog gestrichen werden, da es keine Betriebskosten im eigentlichen Sinn sind.

2 Beweislastumkehr muss kommen: Die AK wird nicht locker lassen, die Beweislastumkehr in hochkonzentrierten Branchen wie im Energie- und Lebensmittelbereich einzufordern, auch wenn der Nationalrat ihr eine Abfuhr erteilt hat.
Durch die kürzlich verhängte Kartellstrafe der Wettbewerbshüter gegen Berglandmilch sieht sich die AK grundsätzlich in ihrer Kritik bestätigt. Denn die AK Preismontorings zeigen seit Jahren, dass es bei Nahrungsmitteln generell einen Österreich-Aufschlag gibt. Die AK verlangt jetzt volle Aufklärung seitens der Behörden, zum Beispiel bei welchen Produkten es Absprachen gab, in welchem Ausmaß Preisaufschläge vereinbart wurden, oder ob es noch weitere Absprachen gab.

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