FPÖ-Mölzer: Spionage-Schaufensterpuppen sind EU-weit zu untersagen

FPÖ-EU-Abgeordneter richtete bereits Ende Jänner Anfrage an Kommission - "EyeSee-Mannequins" schaffen gläsernen Verbraucher und verletzen Datenschutz

Wien (OTS) - Für ein EU-weites Verbot sogenannter "EyeSee-Mannequins", sprach sich heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer aus. "Diese neue Generation von Schaufensterpuppen ist mit einer Videokamera und Software zur Gesichtserkennung ausgestattet, womit Alter, Geschlecht und Ethnie eines Kunden festgestellt werden können. Mit diesen Schaufensterpuppen, die bereits von großen Modeketten eingesetzt werden, kann das Verhalten der Kunden ausspioniert werden", erklärte Mölzer.

Deshalb hat der freiheitliche Europaabgeordnete bereits am 30. Jänner eine Schriftliche Anfrage an die Kommission gerichtet, mit welcher er in Erfahrung bringen will, wie die Brüsseler Behörde zu dieser quasi lückenlose Verhaltenskontrolle steht und ob der Einsatz derartiger "EyeSee-Mannequins" mit dem EU-Datenschutzrecht vereinbar sei. "Hier wird die EU-Kommission Farbe bekennen müssen: Will sie den Datenschutz durchsetzen oder die Interessen der Modekonzerne", betonte Mölzer.

Sollte es nicht zu einem Verbot der Spionage-Schaufensterpuppen kommen, hätte dies, so der freiheitliche EU-Mandatar, weitreichende Folgen. "Datenschützer äußern wegen möglicher Verletzung der Privatsphäre Bedenken. Zusammen mit der Videoüberwachung in Geschäften, der Identifizierung beim Bezahlen mit der Kredit- oder Bankomatkarte, Kundenkarten und elektronischen Etiketten lassen sich damit detaillierte Kundenprofile anlegen. Oder anders ausgedrückt:
Der gläserne Konsument wäre perfekt", schloss Mölzer.

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