Kirchgatterer: Maßnahmen gegen Menschenhandel setzen

Regelmäßige Berichterstattung an den Nationalrat

Wien (OTS/SK) - "Noch immer ist Menschenhandel weltweit ein lukratives Geschäft, der auch vor Kindern nicht Halt macht", erklärt SPÖ-Menschenrechtssprecher Franz Kirchgatterer. Österreich ist von dieser Form der Menschenrechtsverletzung genauso betroffen, denn es ist ein Transit- und Aufenthaltsland. In einem gemeinsamen SPÖ/ÖVP-Entschließungsantrag wurde die regelmäßige Berichterstattung der Task Force Menschenhandel an den Nationalrat beschlossen. ****

Die Kontrollgruppe Menschenhandel wurde vor einigen Jahren zur Prävention und zum Schutz der Opfer von Kinderhandel eingerichtet. Mit diesen Informationen soll nun ein möglichst breites Bewusstsein, vermehrte Aufmerksamkeit und eine Diskussionsgrundlage für das Thema geschaffen werden. "Der entwürdigende Menschenhandel ist ein Hauptbetätigungsfeld der internationalen Kriminalität, und daher braucht es verstärkte und gezielte Gegenmaßnahmen", betont der SPÖ-Menschenrechtssprecher und weiter: "Neben dem Schutz der Betroffenen ist ein nationales und internationales entschlossenes Vorgehen gegen die TäterInnen umzusetzen."

Als Menschen- beziehungsweise Kinderhandel gilt laut UN-Menschenhandelsprotokoll die Anwerbung (unter falschen Versprechungen), Beförderung, Verbringung, Beherbergung oder Aufnahme von Personen zum Zweck der Ausbeutung. Kinder, die Opfer von MenschenhändlerInnen wurden, werden unter anderem zu Prostitution, Pornographie, Bettelei, Billigarbeit und Kleinkriminalität gezwungen. Meist geschieht dies unter Androhung von Gewalt oder anderen Formen der Nötigung wie Täuschung, Missbrauch, Entführung und Anlocken. "Institutionen und Organe wie Polizei, Jugendwohlfahrt, Fremdenbehörden und Botschaften sind wichtig für den nationalen Aktionsplan zur Aufdeckung und Identifizierung von Opfern. Daher ist eine Sensibilisierung und Aufklärung auch in diesen Bereichen besonders wichtig", schloss Kirchgatterer. (Schluss) ah

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