Regner: EU-Parlament begrenzt Boni-Zahlungen für Banker

SPÖ-Europaabgeordnete begrüßt Einigung als wichtigen Schritt für mehr Gerechtigkeit

Wien (OTS/SK) - Bei den Verhandlungen gestern Nacht um die Deckelung von Bonuszahlungen im Zuge der EU-Bestimmungen über die Eigenkapitalanforderungen für Kreditinstitute und Wertpapierfirmen (CRD IV-Paket) ist eine abschließende Einigung abzusehen. Die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner erläutert am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Die irische Ratspräsidentschaft wird den mit dem Parlament vereinbarten Kompromiss im Ausschuss der Ständigen Vertreter abstimmen lassen. Die sozialdemokratische Fraktion hat bis zuletzt verhindert, dass das EU-Parlament von einer Maximaldeckelung von Bonuszahlungen auf die Höhe des Fixgehalts abgewichen ist. Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Gerechtigkeit in Europa." Die Blockade des EU-Rates ist somit aufgeweicht, das Europäische Parlament konnte sich mit der Boni-Begrenzung durchsetzen. ****

Der Kompromiss im Detail sieht vor: Die grundsätzliche Deckelung für Bonuszahlungen beträgt 100 Prozent des Grundgehalts. Die Anteilseigner einer Bank können auf höchstens 200 Prozent erhöhen. Vom Gesamtbonus (200 Prozent des Grundgehalts) können bis zu 25 Prozent in langfristig - mindestens fünf Jahre - verzögerten voll Verlust-absorbierenden Instrumenten ausbezahlt werden. Diese werden nach ihrem heutigen Wert gewertet, also auf die Zeit hin diskontiert. Regner: "Die Europäische Bankenaufsicht EBA in London wird beauftragt, einen Vorschlag für einen Diskontierungsfaktor zu machen. In jedem Fall ist ein starker Anreiz zur langfristigen Strukturierung von Bonuszahlungen und somit mehr Nachhaltigkeit gesetzt." (Schluss) bj

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