• 27.02.2013, 11:24:53
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ÖH ad UG Novelle: Die Elite hat einen Grund zu feiern

Ende des offenen und freien Hochschulzuganges wurde endgültig besiegelt

Am 27. Februar 2013 hat die Bundesregierung mit der Einführung
der Studienplatzfinanzierung und Zugangsbeschränkungen in 5
Fächergruppen das Ende des freien Hochschulzugangs eingeläutet. Für
die Elite ein Grund zu feiern.

Utl.: Ende des offenen und freien Hochschulzuganges wurde endgültig
besiegelt =

Wien (OTS) - Die Novellierung des Universitätsgesetzes, die heute im
Nationalrat beschlossen werden soll, stößt bei der Österreichischen
HochschülerInnenschaft auf herbe Kritik. "Mit der Novellierung des
Universitätsgesetzes die heute im Nationalrat beschlossen werden
soll, wird das Ende des freien und offenen Hochschulzugangs endgültig
besiegelt", so Christoph Huber, ÖH Generalsekretär "Unter dem
Deckmantel der Studienplatzfinanzierung versucht Minister Töchterle
seinen Traum von Elite Universitäten wahr werden zu lassen. Die
Studienplatzfinanzierung bedeutet eine komplette Veränderung der
Universitätenfinanzierung. Durch die Verquickung von einzelnen
Studierenden, Betreuungsverhältnissen und Budgetzahlen wäre es
zukünftig ein leichtes, Hochschulbudgets weiter sinken zu lassen -
und gleichzeitig "einfach" die Studierendenanzahl zu reduzieren"

Die Elite soll in Zukunft unter sich bleiben können. In fünf weiteren
Fächergruppen und damit in bis zu 19 Studienrichtungen könnten
StudienanfängerInnen ab jetzt mit Zugangabeschränkungen konfrontiert
sein. "Anstatt endlich die Ausfinanzierung der Hochschulen
sicherzustellen und diese sowohl qualitativ als auch quantitativ
auszubauen, wird studierwilligen jungen Menschen der Zugang zu einem
Studium strukturell verwehrt", so Huber "Aufnahmeverfahren,
Zugangsregelungen oder Knock-Out Prüfungen sind aber nie objektiv.
Sie können daher auch nicht gerecht sein und verwehren jungen
Menschen mitunter willkürlich den Zugang zu den Hochschulen."

"Diese Reform wird die Finanzierungsprobleme der Hochschulen nicht
lösen, aber unzähligen jungen Menschen Zukunftschancen rauben, die
vielleicht bereits nächstes Semester vor verschlossenen Türen stehen
werden", so Huber. "Heute hat nur die Elite einen Grund zu feiern,
der sozialen Gerechtigkeit wurde eine klare Absage erteilt. Wir
lassen uns aber nicht unterkriegen und werden weiter für den offenen
und freien Hochschulzugang kämpfen."

Weitere Fotos unter: http://www.flickr.com/photos/bundesoeh/

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