GdG-KMSfB-Schmidt: FP-Forderungen zu Lehrlingsausbildung sind völlig unsinnig!

Privatwirtschaft muss vermehrt Lehrlinge aufnehmen

Wien (OTS/ÖGB) - Als völlig haltlos weist Jürgen Schmidt, Bundesjugendreferent der GdG-KMSfB(Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe) die unqualifizierten Aussagen des FPÖ-Jugendsprechers und Abgeordneten zum Wiener Landtag, Dominik Nepp, klar zurück: "Bei der Stadt Wien werden mit gutem Grund über den eigenen Bedarf hinaus Lehrlinge ausgebildet. Oder sollen noch mehr Jugendliche ohne Ausbildungsplatz bleiben?"++++

"Die nicht durchdachte Forderung nach einer Übernahme aller Lehrlinge bedeutet, dass sowohl die Gemeinde Wien als auch die Wiener Stadtwerke ihre Lehrlingszahl auf den tatsächlichen Bedarf reduzieren müssten und damit die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen ohne Ausbildung weiter steigt", stellte Schmidt klar. Derartige Maßnahmen würden darüber hinaus den Fachkräftemangel verschärfen, statt ihm entgegenzuwirken. Schmidt: "Es sollte ganz klar auf der Hand liegen, dass Jugendliche mit einer guten Berufsausbildung auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen haben einen adäquaten Job zu finden als Jugendliche ohne Berufsausbildung."

"Dass die FPÖ die Interessen von Lehrlingen nicht vertritt, zeigte sich schon unter der FPÖ/ÖVP Bundesregierung als die Verkürzung der Behaltefrist und die Verlängerung der Probezeit umgesetzt wurden. Diese Vorgehensweise war ausschließlich eine Verbesserung für Firmen und Unternehmen aber eine massive Verschlechterung für die Lehrausbildung", erklärte Schmidt. Das ist nur ein Beispiel von vielen bei denen die FPÖ sich nicht an die Seite der Lehrlinge gestellt hat.

"Das Problem muss an der Wurzel gepackt werden. Die Privatwirtschaft, in der nur 8,5 Prozent der Firmen Lehrausbildung betreiben - und somit im Gegensatz zur Stadt Wien ihren Aufgaben zur Verhinderung der Jugendarbeitslosigkeit nicht nachkommen - ist in die Pflicht zu nehmen. Die Jugend lässt sich mit einem so plumpen Versuch nicht für dumm verkaufen", so Schmidt abschließend.

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