Bundesheer: Reformgruppe Wehrdienst nimmt Fahrt auf

Auch am Ziel der Attraktivierung des Zivildienstes wird auf Hochtouren gearbeitet

Wien (OTS/BMLVS) - "Die Bundesregierung ist bei der Erarbeitung des Reformkonzeptes zum Wehrdienst, und auch bei der Attraktivierung des Zivildienstes, gut unterwegs. Wir haben heute die Stärken und Schwächen des derzeitigen Wehrdienstmodells analysiert und Eckpunkte für die weiteren Arbeiten definiert", sagten heute, Dienstag, Verteidigungsminister Norbert Darabos und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner nach der zweiten Sitzung der von der Bundesregierung eingesetzten politischen Arbeitsgruppe zur Reform und Attraktivierung des Wehrdienstes. Dieser gehören auch Staatssekretär Josef Ostermayer und Klubobmann Karl-Heinz Kopf an.

Generalleutnant Othmar Commenda und Gruppenleiter Wilhelm Sandrisser als Angehörige der "Vorbereitungs- und Steuerungsgruppe", die die Arbeiten der politischen Arbeitsgruppe vorbereitet, haben heute zum bisherigen Ergebnis der Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT-Analyse) zum Wehrdienst vorgetragen. Dabei wurden auch erste mögliche Strategien für die Optimierung des Wehrdienstes erörtert.

Die "Vorbereitungs- und Steuerungsgruppe" setzt sich zusammen aus dem stellvertretenden Chef des Generalstabes, Generalleutnant Othmar Commenda, dem Stabschef im Kabinett des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport, Generalmajor Karl Schmidseder, Brigadier Harald Vodosek, sowie dem Verantwortlichen für Sicherheitspolitik und die internationale und europäische Zusammenarbeit im BM.I, Gruppenleiter Wilhelm Sandrisser.

In der SWOT-Analyse wurden etwa die Ausbildung und der Dienstbetrieb für Rekruten, die Information für Stellungs- und Wehrpflichtige, der gesellschaftspolitische Mehrwert des Wehrdienstes, der Soldatenalltag, das Zusammenwirken zwischen zivilen Behörden und dem Bundesheer bei Assistenzeinsätzen oder die Rolle der Miliz beleuchtet.
Bis Juni 2013 sollen von der "Vorbereitungs- und Steuerungsgruppe" folgende weitere Themenfelder bearbeitet und an die politische Arbeitsgruppe berichtet werden: Aufgaben für und Anforderungen an das Bundesheer im Zusammenhang mit dem Wehrdienst, Ausbildung und Dienstbetrieb für Rekruten, Neugestaltung der Systemerhaltung, Wehrpflicht und Integration sowie rechtliche Aspekte.
Innerhalb des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport (BMLVS) werden die Themenfelder durch interne und externe Experten bearbeitet.
Im Bundesministerium für Inneres wurde zur Unterstützung der Arbeitsgruppe im Rahmen der Hausstrategie INNEN.SICHER. das Projekt "Zusammenarbeit BM.I - Österreichisches Bundesheer" gestartet. Daran arbeiten Expertinnen und Experten aus allen Bereichen des BM.I mit. Die externen Experten kommen beispielsweise aus den Bereichen der Rettungsorganisationen, Feuerwehr, Sozialpartner oder der Interessensvertreter der Offiziersgesellschaft, Unteroffiziersgesellschaft und der Miliz.
Im Bundesministerium für Inneres wurde auch ein Projekt zur "Attraktivierung des Zivildienstes" begonnen. Dabei werden Maßnahmen und rechtliche Rahmenbedingungen erarbeitet, um den Zivildienst attraktiver zu gestalten. Ziel ist es, den Zivildienst für die Zivildienstleistenden zu verbessern, indem etwa bereits vorhandene Qualifikationen besonders berücksichtigt werden oder die Zuweisung zu einer bestimmten Einrichtung noch besser mit den Wunschvorstellungen junger Männer in Übereinstimmung gebracht wird. Dabei soll auch abgeklärt werden, wie weit beim Zivildienst erworbene Ausbildungen und Fertigkeiten im späteren Leben angerechnet werden können.
Auf Seite der Einrichtungen und Trägerorganisationen soll geklärt werden, wie ihre Verwaltungstätigkeit allenfalls erleichtert könnte. In die laufenden Arbeiten des Zivildienst-Projekts sind neben dem Bundesministerium für Inneres auch die Trägerorganisationen, das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, das Bundesministerium für Gesundheit sowie das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport eingebunden. Das BMLVS wird mit seinen Experten auch an der laufenden Reform des Zivildienstes mitarbeiten.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Kommunikation / Presse
Tel.: +43 664-622-1005
presse@bmlvs.gv.at
http://www.bundesheer.at
und
Bundesministerium für Inneres/Pressestelle, 01/53126/2488

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLA0001