Windbüchler-Souschill: Auch der Zivildienst muss reformiert werden

Reine Wehrdienstreform für Grüne nicht weitreichend genug

Wien (OTS) - "Der Zivildienst war bei der Volksbefragung ausschlaggebend für die Beibehaltung der Wehrpflicht. Besonders die ÖVP hat den Zivildienst wie einen Schild vor sich hergetragen. Schon am Tag nach der Volksbefragung war er wieder das Stiefkind", kritisiert die Zivildienstsprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill und weiter: "Das politische Kalkül der ÖVP war mehr als augenscheinlich und ist strikt abzulehnen."

Der Zivildienst wird zwar als Erfolgsmodell bezeichnet, es darf aber nicht übersehen werden, dass es auch Kritik am Wehrersatzdienst gibt. "Es braucht unbedingt auch eine Reform des Zivildienstes und nicht nur des Grundwehrdienstes", fordert die Grüne, "denn der Zivildienst ist ein Zwangsdienst und wird auch als solcher geahndet. Restriktive Regelungen und Sanktionen sind klar im Zivildienstgesetz festgeschrieben."

Als wichtigste Reform sieht Windbüchler-Souschill eine Verkürzung des Zivildienstes auf sechs Monate und damit die Gleichstellung mit dem Grundwehrdienst. Auch eine Verdoppelung der monatlichen Grundvergütung auf 600 Euro sei notwendig.

Darüber hinaus fordert die Grüne Zivildienstsprecherin, dass die Auslandsdienste auf eigene gesetzliche Beine gestellt und auch Frauen als Auslandsdienerinnen und Gedenkdienerinnen finanziert werden.

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