Werthmann zum "Fall Oliver" und den Petitionen über die Grundrechte und den Schutz von Kindern in Dänemark

Brüssel (OTS) - MdEP Angelika Werthmann setzt sich seit Juni letzten Jahres, nachdem die Familie Weilharter an alle österreichischen MdEPs herangetreten ist, für eine gerechte Lösung im "Fall Oliver" ein.

"Das Kind hatte vor seiner Entführung am 3. April 2012 seit mehr als 20 Monaten seinen ordentlichen Wohnsitz in Österreich.
Die Tat des Kindesvaters, der unter Anwendung von Gewalt an Mutter und Kind (dazu gibt es eine Zeugenaussage), das Kind aus Graz entführt hatte, ist als Entführung zu sehen und daher hatte die Kindesmutter die Möglichkeit um Rückführung des Kindes nach dem HKÜ anzusuchen. Das HKÜ wurde auch von Dänemark unterzeichnet.", erklärt die Abgeordnete. "Es ist unverständlich, dass ein Mitgliedsland der Europäischen Union nicht entsprechend der unterzeichneten internationalen Gesetze und Konventionen handelt", fährt MdEP Werthmann fort. "Hätte ein österreichischer Vater sein Kind nach Österreich entführt, und die Mutter um Rückführung des Kindes angesucht, dann wäre dieses nach Österreich entführte Kind -entsprechend dem HKÜ - innerhalb dieser 6-Wochen Frist wieder daheim.

Erst letzte Woche haben wir Abgeordnete im Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments Frau Weilharters Petition als auch jene 8 weiteren Petitionen diskutiert, die alle sich auf die Grundrechte und den Schutz von Kindern in Dänemark beziehen.
Der Petitionsausschuss wird sich in der Folge mit den weiteren Details der einzelnen Petitionen befassen und die Zusammenarbeit mit den dänischen Behörden suchen. Wir haben zwar ein politisches Mandat, sind aber kein Gericht. Das was wir tun können, ist den Respekt der Rechte der Kinder sicherzustellen sowie die Einhaltung der Bestimmungen der Grundrechtecharta als auch der relevanten Artikeln des EU-Vertrages.

Große Bedenken gibt es in punkto Diskriminierung auf Grund der Nationalität.

Die KollegInnen zeigten sich sehr besorgt und überrascht von der Anzahl der Fälle, die uns vorgebracht wurden.
Es liegt sicher an uns, mit allen Beteiligten, Familien und Behörden, nach den für die betroffenen Kinder und in Übereinstimmung mit den geltenden Rechten und Gesetzen besten Lösungen zu suchen", schließt MdEP Angelika Werthmann.

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