WKÖ-Schenner: Trend zum Qualitätstourismus bringt Höchstwerte zur Halbzeit

Bisherige Wintersaison 2012/13 brachte besonders starke Zuwächse bei Russen und Schweizern - Tourismusbranche kämpft um qualifiziertes Personal

Wien (OTS/PWK098) - In der ersten Hälfte der Wintersaison 2012/13 (November 2012 bis Jänner 2013) nahm laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria die Zahl der Nächtigungen um 2,1% auf 28,64 Millionen zu, die Zahl der Ankünfte stieg um 0,8% auf 7,67 Millionen. Damit wurden neue Höchstwerte erreicht, welche jene der bisherigen Rekordsaison 2011/12 um rund 600.000 Nächtigungen bzw. 60.000 Ankünfte übertreffen. Die Nächtigungszahl von ausländischen Gästen stieg um 3,0% auf 21,86 Millionen, jene der inländischen Gäste sank leicht um 0,5% auf 6,78 Millionen. In der laufenden Wintersaison wurden in den Monaten November (+4,6% auf 4,17 Millionen) und Dezember 2012 (+8,8% auf 10,19 Millionen) Nächtigungszuwächse festgestellt, während im Jänner 2013 ein Nächtigungsrückgang von 2,7% beobachtet wurde. Obwohl 2012 die Nächtigungen deutscher Gäste im Vergleich zum Vorjahr um 4,7% oder +2,22 Mio. auf 49,61 Millionen stiegen, ist eine Trendumkehr des langfristigen Rückganges noch nicht erkennbar.

"Wieder einmal können wir anhand dieser Zahlen beweisen, dass der Tourismus eines der wichtigsten Zugpferde der österreichischen Wirtschaft ist. Aber gerade bei den hochgeschätzten deutschen Touristen müssen wir weiter darauf achten, dass diese positiven Tendenzen nicht ungenützt bleiben", meint Hans Schenner, Bundesspartenobmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Bei den relativen Zuwachsraten hatten eindeutig Gästen aus Russland (+12,6%) und der Schweiz (+12,8% auf 0,9 Mio.) "die Nase vorne". Dies bestätigt den langjährigen Trend sowie auch die erfolgreichen Bemühungen der heimischen Hoteliers und Gastronomen, sich auf die Qualitätsansprüche dieser Gäste einzustellen.

2012 fuhr Tourismus Rekordwerte ein

Auch bei der Gesamtjahresbetrachtung des Kalenderjahres 2012 konnten die Nächtigungen mit insgesamt 130,97 Mio. um 4,0% oder 4,99 Millionen im Jahresvergleich gesteigert werden. Damit wurde der bisherige Rekordwert des Jahres 1992 mit 130,42 Mio. Nächtigungen um rund 0,55 Mio. übertroffen. Das touristische Segment Städtereise hat sich ungeachtet der schwierigen wirtschaftlichen Situation unserer südlichen Nachbarländer gut entwickelt, und ein Trend ist ganz klar erkennbar: "Nicht nur in der mengenmäßigen Betrachtung ist die Branche überdurchschnittlich erfolgreich. Qualität macht sich bezahlt, der Trend geht ganz eindeutig in Richtung 4- und 5 Sterne Hotellerie. Es entstehen momentan so viele neue Projekte, dass die Betriebe in Österreich mit Ausbildung und Mitarbeitersuche kaum nachkommen", meint Schenner.

Bedingt durch den überdurchschnittlich hohen Zuwachs der Nächtigungen im Städtetourismus und den sukzessiven Ausbau des qualitativ hochwertigen Bettenangebotes (5-/4-Stern-Betriebe: +73,1% zwischen 1992 und 2012) nahm die Zahl der Nächtigungen in 5-/4-Stern-Betrieben um 86,8% - und damit stärker als das Bettenangebot - auf 46,79 Mio. zu. Somit ist eine klare Tendenz Richtung Qualitätstourismus erkennbar. So stiegen die Nächtigungen in den 5-/4-Stern-Betrieben mit +1,9% relativ gesehen am höchsten, während jene in Privatquartieren dem langjährigen Trend entsprechend stark abnahmen (-2,6%).

"Kämpfen nicht nur um Stammgäste, sondern auch um Stammpersonal"-2013 soll zum "Jahr der Lehre" ausgerufen werden

Schenner: "So sehr wir uns auch über die guten Nächtigungsentwicklungen freuen - die demografische Entwicklung und die enormen Zuwachsraten sind eine Herausforderung für unsere Branche, die wir nur mit ausreichend qualifiziertem Personal bewältigen können. Wir kämpfen nicht nur um Stammgäste, sondern auch um Stammpersonal. Aus diesem Grund möchte ich das Jahr 2013 zum "Jahr der Lehre" ausrufen". Bereits im Vorjahr haben die hotel- und gastgewerblichen Fachverbände allen Lehrlingen im Tourismus die "Lehrlingscard" mit zahlreichen Vergünstigungen gratis zur Verfügung gestellt. "Wir arbeiten vehement daran, den Umstieg der Jugendlichen von der Schule in die Berufswelt besser zu begleiten", betont Schenner.

Staatsmeisterschaften im April

Der Bundesspartenobmann zeigt sich erfreut darüber, mit wie viel Engagement die besten Lehrlinge jedes Bundeslandes jedes Jahr um die Krone des Staatsmeisters kämpfen. "Ich ziehe den Hut bzw. die Kochhaube!"
Die nächsten Staatsmeisterschaften finden Anfang April in Wien statt und sollen weitere Jugendliche für die Branche begeistern. Schon jetzt haben wir 3055 Köche, aber die TV- Stars Andi und Alex sowie Oliver Hoffinger freuen sich über jeden, der in ihre Fußstapfen tritt. Besonders umwerben wir weibliche Lehrlinge, die schon jetzt in 4 Tourismusberufen einen Anteil von 13% an der Gesamtlehrlingszahl erreichen.
"Da unsere Gästeschichten immer vielfältiger werden, sollten wir auch beim Personal Jugendlichen mit Migrationshintergrund verstärkt fördern", meint Schenner. (PM)

Weitere Informationen zur Lehrlingsinitiative und zur Lehrlingscard: www.gluecksbringer.cc

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