ÖGB-Foglar: Nicht Pensionen, sondern Bankenrettung schuldenfinanziert

ÖGB-Informationsveranstaltung: "Quo vadis PensionistInnen"

Wien (OTS/ÖGB) - Immer mehr Menschen werden in prekäre Beschäftigung gedrängt, und ihnen droht somit im Alter ein Leben unter der Armutsgrenze. "Hier herrscht enormer Nachholbedarf. Um der Altersarmut entgegenzuwirken, brauchen wir mehr Vollzeitbeschäftigung, weniger Arbeitslosigkeit und vor allem vermögensbezogene Steuern", sagte ÖGB-Präsident Erich Foglar bei der heutigen ÖGB-Informationsveranstaltung "Quo vadis PensionistInnen". "Nicht die Pensionen sind schuldenfinanziert, sondern die Bankenrettung. Es wäre nur gerecht, wenn nun auch die Vermögenden einen fairen Beitrag leisten würden", so Foglar.

Auch die immer wiederkehrenden Forderungen nach längerem Arbeiten seitens der Industrie kritisierte Foglar: "Die ArbeitnehmerInnen müssen jetzt schon mit ständigen Veränderungen rechnen, sie haben absolut keine Planungssicherheit mehr. Um länger arbeiten zu können, brauchen wir alternsgerechte Arbeitsplätze. Die Menschen müssen gesund sein, und vor allem müssen sie auch einen Arbeitsplatz haben. Aber auf keinen Fall wird es mit den Gewerkschaften eine Diskussion über das Arbeiten über 65 Jahre geben."

Foglar forderte neben der Verteilungsgerechtigkeit auch die Solidarität aller Generationen. "25 Prozent der ÖsterreicherInnen sind PensionistInnen. Viele sind auf Pflege angewiesen, genauso viele aber leisten diese auch, etwa im Haushalt und in der Kinderbetreuung. Wenn alle länger arbeiten müssen, werden uns irgendwann Oma und Opa in der Kinderbetreuung fehlen. Anstatt über `schuldenfinanzierte Pensionen , wie von vielen Experten gern gemacht, zu diskutieren, muss soziale Sicherheit und Absicherung im Alter` das große Thema sein."

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