Großes Interesse bei AK-Beratungstag: "Echte Männer gehen in Karenz"

Arbeiterkammer Kärnten und Frauenministerin Heinisch-Hosek informierten zur Väterkarenz

Klagenfurt (OTS) - Im Rahmen der österreichweiten Kampagne "Echte Männer gehen in Karenz", informieren die Arbeiterkammern in Kooperation mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zum Thema Väterkarenz. Beim heutigen Beratungstag in der AK Kärnten haben sich zahlreiche Karenzpapas, Karenzmamas und solche, die es noch werden wollen, untereinander ausgetauscht und in Beratungsgesprächen Tipps von AK-Expertinnen zu Karenz und Kindebetreuungsgeld erhalten.

"Zwei Drittel der Männer wollen in Karenz gehen, aber zögern dann. In Kärnten sind von allen Kindergeldbeziehern nur 3,2 Prozent Männer - insgesamt 252. Österreichweit sind es 4,4 Prozent, das sind 5.947 Männer. Dabei haben von Väterkarenz nicht nur Eltern und Kinder etwas. Auch die Unternehmen bekommen hochmotivierte und mit vielen Sozialkompetenzen ausgestattete Mitarbeiter aus der Väterkarenz zurück", sagte Frauenministerin Heinisch-Hosek beim Frühstück mit Eltern in der AK Kärnten.

"Gemeinsam mit der Frauenministerin will die AK daher Väter und deren Partnerinnen bei der Entscheidungsfindung unterstützen, Infos zur Verfügung stellen und umfassend beraten. Damit die Väterkarenz von Anfang an zum Erfolg wird", betonte AK-Präsident Goach.

Das Ziel der österreichweiten Infokampagne des Ministeriums: Bis 2015 sollen zumindest 20 Prozent aller Kinderbetreuungsgeldbezieher Väter sein. Das könnte laut Heinisch-Hosek durch den Papamonat in der Privatwirtschaft erreicht werden: "Seit 2010 gibt es den Papamonat im öffentlichen Dienst. Mittlerweile sind mehr als 400 Männer in der Väter-Frühkarenz." Die Ministerin will dieses Erfolgsmodell auch für die Privatwirtschaft durchsetzen - konkret den Rechtsanspruch auf vier Wochen bezahlten Kurzurlaub nach der Geburt des Kindes. Das Modell sei kostenneutral und die Finanzierung sichergestellt.

"Aus Beratungsgesprächen wissen wir, dass sich immer mehr Männer überlegen, in Karenz zu gehen, aber unsicher sind. Sie machen sich Sorgen um die finanzielle Situation, die berufliche Zukunft und wie das Arbeitsumfeld reagieren wird. Daher sind Unternehmen gefordert, Strategien zu entwickeln, die es Männern erleichtert, Karenz in Anspruch zu nehmen", betonte Goach und fordert, dass sich Betriebe ihrer gesellschaftlichen Anforderung stellen müssen. Nur so könne es zu einer tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern kommen.

* Zahlen und Prozentangaben von Vätern in Karenz: Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, Oktober 2012

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