Ernster Appell der Wirtschaft: Das Land auf Zukunftskurs bringen!

Die Politik soll nicht nur übers Geldverteilen diskutieren, sondern die Rahmenbedingungen für das Geldverdienen verbessern, verlangen die WK-Präsidenten Leitl und Pacher.

Klagenfurt (OTS) - Wenige Tage vor der Kärntner Landtagswahl meldete sich heute die Wirtschaft lautstark zu Wort. "Im Wahlkampf wird sehr viel darüber gesprochen, wofür man Geld ausgeben soll, aber viel zu wenig darüber, wie man erfolgreiche Unternehmen in Kärnten halten und neue entwickeln kann", kritisierte Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher. Er erwarte konzentrierte Anstrengungen der Politik, das Land auf Zukunftskurs zu bringen, verlangt Pacher: "Was müssen wir tun, um unternehmerischen Erfolg zu ermöglichen - in der Finanzierung, bei der Bürokratie, in der Infrastruktur und im Bildungsbereich?"

Denn ohne leistungsfähige Unternehmen gebe es keinen Wohlstand, keine Investitionen und keine Arbeit, erinnerte WKÖ-Präsident Christoph Leitl an sein Credo, wonach Wirtschaft nicht alles sei, aber Grundlage für alles. Dazu brauche es die drei "I": Innovation, inneren Zusammenhalt und ein stärkeres internationales Auftreten -"damit wäre der wichtigste Teil des Zukunftskonzepts schon erfüllt". Leitl, vor kurzem von einer Asien-Reise zurückgekehrt, warnt: "Da wird man schon sehr nachdenklich und fragt sich, welche Antwort können wir auf die gewaltige asiatische Herausforderung geben." Drastisch verglich er die Situation in Europa mit den Minuten vor dem verheerenden Tsunami in Indonesien und Thailand: "Da sind die Leute noch im Liegestuhl gelegen, während die Welle schon im Anrollen war." Auch die USA sind laut Leitl mit klaren Entscheidungen - "Exporte, Jobs schaffen, den Mittelstand stärken" - wieder auf dem Vormarsch:
"Die USA fahren auf der Normalspur, Asien auf der Überholspur, Europa ist auf dem Pannenstreifen!"

Kontern will Leitl mit einer weiteren Verbesserung der dualen Ausbildung: "Fachkräfte sind das Rückgrat des wirtschaftlichen Erfolgs in der Zukunft." Sein Ziel: Jeder österreichische Jugendliche soll mit 19 einen beruflichen oder schulischen Abschluss haben, der ihm alle Wege öffnet. Zur Förderung der Innovation schlägt Leitl eine erhöhte Forschungsprämie für Projekte der erneuerbaren Energie und Umwelttechnik vor: "Von zehn auf 20 Prozent - das kostet den Staat fast nichts und verstärkt ein ungeheures Potential für die Zukunft."

In Kärnten will die Wirtschaftskammer mit dem Unternehmer- und Arbeitsplatzprogramm 2013plus den Rahmen für mehr unternehmerischen Erfolg und damit Arbeit und Wohlstand im Land abstecken. Pacher: "Wir wollen das Unternehmerland im Herzen einer Europaregion Süd/Südost sein mit einer modernen öffentlichen Verwaltung als Partner der Wirtschaft, gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern sowie einer vorbildlichen Infrastruktur, die für einen zukunftsträchtigen Wirtschaftsstandort unverzichtbar ist." Das Programm 2013plus wird morgen Abend bei der "Konfrontation Wirtschaft-Politik" ab 18.30 Uhr im Festsaal der Wirtschaftskammer Kärnten der Landespolitik vorgestellt.

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