FP-Haslinger: Substitol als Suchtmittelersatz sofort reduzieren

Rückkehr zu Methadon und Suboxone gefordert

Wien (OTS/fpd) - Wie die jüngsten Ereignisse zeigen, ist Substitol nicht geeignet, um Süchtigen aus der Drogenhölle zu helfen. Vielmehr dient das Drogenersatzpräparat zweiter Wahl, welches in diesem Ausmaß einzig in der Bundeshauptstadt verschrieben wird, als Geldbeschaffungsmittel. Das beweist der Fall in Graz, wo Dealer Tabletten im Wert von fast einer halben Million Euro von Süchtigen aus Wien billig erwarben, um sie in der Steiermark teuer zu verkaufen. Dies ist allein deshalb möglich, weil die zumeist Heroin-Abhängigen an jede gewünschte Menge Substitol problemlos herankommen. "Gerade das gehört dringend abgestellt", fordert heute der Fraktionssprecher im Drogenbeirat, LAbg. Gerald Haslinger.

In der Szene wird aus halb Österreich nach Wien gepilgert, um sich die Medikamente bei Wiener Süchtigen zu besorgen, die sich von dem Geld wiederum illegale Drogen, wie Heroin besorgen. Damit ist keinem geholfen und der Schwarzmarkt floriert weiter, sprich: Durch das Verschreiben von Substitol wird der Suchtmittelmissbrauch und der Handel noch unterstützt, anstatt bekämpft.

Die Drogenersatztherapie ist unbestritten eine gute Alternative zum illegalen Suchtmittelkonsum. Es hapert jedoch gewaltig bei der Umsetzung. "Wir fordern, schnellstmöglich zu den wirksamen Mitteln, wie Methadon oder Suboxone zurückzukehren. Die Suchtkranken geben zwar vor, diese Medikamente der "ersten Wahl" nicht zu vertragen. Der wahre Grund liegt aber in der Unverträglichkeit beim Doppelkonsum mit Opiaten, wie etwa Heroin", sagt Haslinger und lässt abschließend auch das Argument, Süchtige könnten nur mit Substitol berufstätig sein, nicht gelten: "Immerhin ist bekannt, dass der Großteil der Substituierten arbeitslos ist und einen Beikonsum von illegalen Suchtmitteln hat. Diese Praxis ist daher sofort zu beenden und auch an Sanktionen zu binden!" (Schluss) hn

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