Grüne Niederösterreich zu Atomkraft: "EVN soll rechtlichen Trumpf ausspielen!"

Studie könnte Atomkraft-freies Europa forcieren

St. Pölten (OTS) - Einer Studie der Johannes Kepler Universität Linz zufolge stellt die Haftungsbeschränkung, wie sie derzeit bei Atomkraftwerken gilt, nach europäischem Recht eine Wettbewerbsverzerrung dar. "Die EVN hätte mit dieser Studie ein Werkzeug in der Hand, um Atomkraftwerksbetreiber zu klagen. Damit wäre ein Meilenstein im Kampf für ein Atomkraft-freies Europa gesetzt. Diesen Trumpf muss Niederösterreich ausspielen", fordert Elisabeth Kerschbaum, Anti-Atomsprecherin der Grünen Niederösterreich, den niederösterreichischen Energiekonzern auf.

Derzeit müsste aufgrund der Haftungsbeschränkung nur ein Bruchteil des Schadenskosten vom Betreiber bezahlt werden, zitiert Kerschbaum eine französische Studien: "Ein AKW-Unfall in Europa im Ausmaß der Katastrophe in Fukushima würde 430 Milliarden Euro kosten. Die Haftung im Schadensfall beschränkt sich aber auf lächerliche 1,5 Milliarden Euro. Mehr als 99 % einer möglichen Schadenssumme werden damit auf die Allgemeinheit ausgelagert. Eine korrekte Versicherungspflicht ist das Minimum an Fairness, das die Europäische Bevölkerung von der Atomlobby einfordern muss!", weiß Kerschbaum.

"Die EVN hat den politischen Willen in Niederösterreich umgesetzt und liefert ihren Kunden keinen Atomstrom. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich die EVN im Interesse der NiederösterreicherInnen gegen die staatlichen Subventionen an die Atomlobby wehrt. Die Anleitung dafür findet sie in der oberösterreichischen Studie", ist Kerschbaum überzeugt.

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