EU-Kommission: Europa braucht eine Seele

Katharina von Schnurbein, Beraterin von Kommissionspräsident José Manuel Barroso, im "Kathpress"-Gespräch über den Dialog der EU mit religiösen und weltanschaulichen Organisationen

Wien, 24.02.13 (KAP) Die Europäische Union ist "mehr als Markt oder Euro, sie braucht eine Seele, etwas, womit sich ihre Bürger identifizieren können und was Kraft zum Bewältigen ihrer Aufgabe auf der Grundlage geteilter Werte gibt". - Das hob Katharina von Schnurbein, als Mitglied des Beratergremiums für Europäische Politik (BEPA) direkte Beraterin von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Wochenende im Gespräch mit "Kathpress". Von Schnurbein war Referentin auf dem internationalen Kongress "Rethinking Europe with(out) Religion" in Wien. Sie hob die unbedingte Notwendigkeit des Dialogs zwischen EU-Institutionen und Kirchen sowie Weltanschauungen hervor. Dieser Dialog, so Schnurbein, basiere auf drei Grundsäulen: Offenheit, Transparenz und Regelmäßigkeit.

"Wir wollen einen offenen Dialog mit Vertretern von Religionen, philosophischen sowie weltanschaulichen Organisationen zu durchaus ganz konkreten Themen und innerhalb eines realistischen Handlungsrahmens führen", so die Vertreterin der EU-Kommission. Offen sei dieser Dialog, weil alle Interessierten zur aktiven Teilnahme aufgerufen sind, vorausgesetzt sie weisen einen auf nationaler Ebene anerkannten Rechtsstatus auf. Angesprochen sind damit nicht bloß staatlich anerkannte Kirchen und Religionsgesellschaften, sondern etwa auch nicht-konfessionelle Organisationen mit einer verbindlichen Rechtsgrundlage, z.B. als eingetragene Vereine.

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