ÖGB-Oberhauser: Mini-Löhne sind kein Weg aus der Krise

Stärkung der Kaufkraft steigert Beschäftigung und Wirtschaftswachstum

Wien (OTS/ÖGB) - "Wer sich Mangels ausreichendem Einkommen nichts kaufen kann, kann auch nicht zur Steigerung des Wirtschaftswachstum sowie zu mehr Beschäftigung beitragen", stellt Sabine Oberhauser, ÖGB-Vizepräsidentin fest. "Viele Arbeitgeber haben das noch immer nicht kapiert und speisen mehr als 400.000 Beschäftigte in Österreich mit Mini-Löhnen ab, wie die AK-Oberösterreich nun belegt. Daher muss der Mindestlohn dringend auf 1.500 Euro monatlich angehoben werden", fordert Oberhauser.++++

Vor allem Menschen mit geringer Ausbildung, Frauen und Junge werden immer noch mit Mini-Jobs abgespeist. Damit wird eine gefährliche Spirale in Gang gesetzt. Minilöhne führen direkt in die Altersarmut, die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern wird größer, Junge können sich kaum eine Existenz aufbauen und starten mit einem Rucksack voller Schulden ins Leben. Oberhauser fordert daher, dass -wie bereits in einer Reihe von Kollektivverträgen festgehalten - der Mindestlohn für alle Beschäftigten auf monatlich 1.500 Euro angehoben wird.
Weiters unterstützt die ÖGB-Vizepräsidentin die Forderung des oberösterreichischen AK-Präsidenten Johann Kalliauer, dass öffentliche Gelder nur an jene Betriebe gehen sollen, die nachweislich qualitative Kriterien erfüllen. So sollten öffentliche Aufträge und Förderungen nur jene Betriebe bekommen, die Jugendliche mit Unterstützungsbedarf fördern, aktiv für Gleichstellung sorgen oder ökologische Maßnahmen setzen. Auf diese Weise soll der Anteil der Jugendlichen ohne Ausbildung auf unter zehn Prozent gesenkt, mehr Geschlechtergerechtigkeit erreicht und eine sozial-ökologische Entwicklung in Schwung gebracht werden.

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB-Presse
Franz Fischill
Tel.: (01) 534 44/39 266
Mobil: 0664/814 63 11
e-mail: franz.fischill@oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002