Bayr fordert vom EU-Rat für Fischerei, die Rechte der Westsahara zu wahren

Fischereiabkommen mit Marokko darf Gebiete der Westsahara nicht einschließen

Wien (OTS/SK) - Die EU-Kommission wird beim Rat für Fischerei und Landwirtschaft, der am Montag und Dienstag, 25. und 26. Februar, in Brüssel tagt, über den Stand der Verhandlungen mit Marokko informieren. Um das derzeit ausgelaufene Abkommen zu erneuern, steht das Königreich Marokko in Verhandlungen mit Vertreterinnen und Vertretern der EU. "Derzeit scheinen sich die Verhandlung vor allem um Ausgleichszahlungen zu drehen, was aber aus meiner Sicht viel wichtiger wäre, ist, das Selbstbestimmungsrecht der sahaurischen Bevölkerung zu achten", gibt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst zu bedenken. ****

"Den von Marokko besetzten Gebieten der Westsahara wird ihr Selbstbestimmungsrecht abgesprochen, weil sie über ihre wirtschaftlichen Ressourcen nicht selbst verfügen dürfen", kritisiert Bayr und ergänzt: "Will die EU in den Gewässern der Westsahara fischen, muss sie mit der POLISARIO, der von der UNO anerkannten Vertretung der Sahauris, verhandeln und nicht mit Marokko." Die Gebiete der Westsahara wurden 1975 völkerrechtswidrig vom Königreich Marokko besetzt. Seither beutet Marokko rechtswidrig die natürlichen Ressourcen der Westsahara aus. Bayr fordert, dass "die Gewässer der Westsahara ausdrücklich aus dem Abkommen zwischen Marokko und der EU ausgenommen werden müssen, solange die sahaurische Bevölkerung über das Abkommen weder befragt wurde noch davon profitieren wird". (Schluss) bj

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001