"trend": Bauernbund-Chef schlägt wegen Bodenspekulation Alarm

Jakob Auer: "Ich warne vor einer Situation, wo Bauern zu Leibeigenen ihrer Felder werden" - Schreiben an Kardinal Schönborn

Wien (OTS) - Der anhaltende Aufkauf von landwirtschaftlichen Flächen durch Nichtagrarier veranlasst nun auch Jakob Auer, Präsident des Bauernbundes, Stellung zu beziehen. In einem Interview in der am Montag erscheinenden Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "trend" sagt der ÖVP-Politiker: "Nur solange Äcker von Bauern bewirtschaftet werden, ist auch eine Versorgung mit regionalen Lebensmitteln und Grundprodukten garantiert." Nur das sei "ein Schutz vor industrieller Großproduktion, deren kriminelle Auswüchse wir aktuell am Beispiel der Pferdefleisch-Schieberei sehen".
Rund 30 Prozent der Agrarflächen seien inzwischen in den Händen von Nicht-Landwirten, in einzelnen niederösterreichischen Gemeinden sollen es laut Medienberichten schon bis zu 80 Prozent sein. Zuletzt hatten Ackerkäufe der Erzdiözese Wien zu angeblich überhöhten Preisen für Unruhe unter den Bauernvertretern gesorgt. Dass Vertreter der Diözese argumentiert hatten, in den offiziellen Preisen seien übliche "Schwarzzahlungen" nicht berücksichtigt, veranlasst den Bauernbund nun offiziell zurückzuschlagen. Ein Schreiben an Kardinal Christoph Schönborn zur Klärung der Angelegenheit ist laut "trend" ist in Vorbereitung.

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