Schulpartner gründen Vertretungsgremium auf Bundesebene

Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA) konstituierte sich und stellt klare Forderungen an die Bildungspolitik

Wien (OTS) - "Was sich in Österreichs Schulen seit Jahrzehnten bestens bewährt hat, wird nun endlich auf Bundesebene Realität", freut sich Theodor Saverschel, der Präsident des Bundesverbands der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs. "Gemeinsam mit der Schülervertretung und der AHS- und BMHS-Lehrervertretung haben wir gestern Abend zustande gebracht, was die Politik seit Jahren verweigert, nämlich die Gründung eines Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA)", so Saverschel weiter.

Bundesschulsprecher Felix Wagner zeigt sich hoch erfreut über die erfolgte Konstituierung dieses Gremiums: "Damit wird eine jahrzehntelange Forderung der Bundesschülervertretung de facto umgesetzt. Wir haben als Schulpartner Schulgeschichte geschrieben. Gemeinsam wird es uns gelingen, die gesetzliche Anerkennung dieses Gremiums zu erreichen. Gemeinsam können wir unseren Forderungen noch mehr Nachdruck verleihen."

Jürgen Rainer, der Vorsitzende der BMHS-Gewerkschaft, unterstreicht die Bedeutung dieses Schulterschlusses: "Was uns von der Unterrichtsministerin unterscheidet, ist die Tatsache, dass wir Schulpartnerschaft leben und nicht nur davon sprechen. Ministerin Schmied ist nun am Zug. Sie soll noch in dieser Legislaturperiode die gesetzlichen Grundlagen für dieses Gremium dem Parlament zur Beschlussfassung vorlegen."

Eckehard Quin, der Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft, ergänzt: "Was seit Jahren inoffizielle Praxis ist, bekam damit eine offizielle Basis. Die Vertreter aller von Schulfragen unmittelbar Betroffenen treffen einander regelmäßig und entscheiden gemeinsam und auf Augenhöhe über Strategien zur Optimierung des Schulsystems."

Theodor Saverschel, der turnusgemäß erste Vorsitzende des B-SGA, berichtet über die in der ersten Sitzung beschlossenen Forderungen des B-SGA an Schmied:
1) Teilzentrale Reifeprüfung in Mathematik, um ein drohendes Fiasko abzuwenden und standortspezifische Schwerpunkte abbilden zu können. 2) Ausreichend Ressourcen, damit die Schulen
- die gesetzlich vorgeschriebene Klassenschülerhöchstzahl tatsächlich einhalten,
- die im Schulrecht vorgesehenen Teilungen ausnahmslos umsetzen und - den Schülerinnen und Schülern über den Pflichtunterricht hinaus gezielte Interessens- und Begabungsförderung zukommen lassen können.

"Die Strategie des DIVIDE ET IMPERA hat in der Vergangenheit nicht funktioniert und wird in Zukunft noch weniger zum Erfolg führen. Statt zu versuchen, uns gegeneinander auszuspielen, möge die Ministerin endlich unsere gemeinsam erhobenen Forderungen zur Kenntnis nehmen und raschest umsetzen", so die Schulpartner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Felix Wagner, Bundesschulsprecher
felix.wagner@bsv.at
Ing. Theodor Saverschel, MBA, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs,
office@bundeselternverband.at
Mag. Dr. Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft,
eckehard.quin@goed.at
MMag. Jürgen Rainer, Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft,
juergen.rainer@goed.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OSU0002