Neues Volksblatt: "Platz machen?" von Markus EBERT

Ausgabe vom 22. Februar 2013

Linz (OTS) - Der Blick aus der geographischen Distanz auf die LandtagsWahlkämpfe in Kärnten und Niederösterreich ergibt dort wie da das selbe Fazit: Man ist froh, unbeteiligter Beobachter sein zu dürfen.
Während die regierende FPK in Kärnten mit allen (un-) möglichen (Landes-)Mitteln versucht, sich irgendwie in der Wählergunst einzukaufen, fragt man sich in Niederösterreich, wo die inhaltlichen Ansagen der ÖVP-Gegner sind, mit denen Langzeit-Landeshauptmann Erwin Pröll eine Niederlage zugefügt werden soll. Ob SPÖ, Grüne, FPÖ oder Stronach: Man ortet lieber Skandale, als dass man mit Konzepten für das Land in den Ring steigt. Rote, Blaue und Stronache haben die Dreckschleuder auf Hochtouren gebracht, die Grünen reiten auf dem Wahlrecht herum, um Pröll am Zeug flicken zu können.
Geradezu kurios darf die Aussage des Stronach-Pressedienstes gewertet werden, wonach ein verbrauchter Pröll "einfach Platz machen" solle. Fragt sich nur, wem? Frank Stronach wohl nicht, der zwar als Spitzenkandidat antritt, aber gar nicht daran denkt, die Mühen der politischen Ebene etwa als Abgeordneter auf sich zu nehmen. Selbst die Teilnahme an einer sogenannte ORF-Elefantenrunde war dem Milliardär zu mühsam - schließlich müsste er da vielleicht auf Argumente eingehen und könnte nicht nur das Loblied auf seine rege Spendentätikeit für Österreich singen, die er im Privat-TV bewerben lässt.

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