Hundstorfer/Leitner: Initiative Jugendcoaching nun auch in Niederösterreich

Jugendlichen mit unterschiedlichen Problemen soll Starthilfe gegeben werden

St. Pölten, (OTS/SPI) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer und LHStv. Dr. Sepp Leitner stellten heute in St. Pölten im Rahmen einer Pressekonferenz die Initiative "Jobcoaching für Niederösterreich" vor. "Das Projekt wurde Ende 2011 ins Leben gerufen, um Jugendliche, bei denen sich Probleme auf dem Weg zum positiven Schulabschluss oder beim Finden einer beruflichen Perspektive abzeichnen, bereits in der Schule zu erreichen und ihnen maßgeschneiderte Hilfe durch Coaches und Sozialarbeiter anzubieten. Jährlich gibt es 15.000 Jugendliche, die keinen positiven Hauptschulabschluss erreichen oder für die der Hauptschulabschluss die höchste Ausbildung bleibt. Ministerien (Sozial- und Bildungsministerium), die Bundesländer und Landesschulräte arbeiten Hand in Hand und bündeln dabei ihre Potentiale. Nach Pilotprojekten in anderen Bundesländern ist nun auch in Niederösterreich mit Beginn 2013 die Initiative angelaufen, bisher sind knapp 100 Jugendliche im Programm, bis Jahresende ist mit rund 4.000 jungen Menschen zu rechnen", so Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Das Programm für Niederösterreich kostet heuer rund 3,5 Millionen Euro, welche zur Gänze vom Bund getragen werden.

Im Jugendcoaching sind drei Stufen der Unterstützung möglich, wobei die Jugendlichen, je nach Bedarf, nicht alle Stufen durchlaufen müssen: Stufe 1 umfasst beratende Erstgespräche im Umfang von ca. 3 Stunden. Hier geht es um die Weitergabe von allgemeinen Informationen. In der Stufe 2 erfolgt eine detailliertere Beratung für Jugendliche, die neben gezielter Berufsorientierung auch Hilfe bei persönlicher Entscheidungsfindung und bei der Organisation von Unterstützungsangeboten benötigen. Der Abschluss der Stufe 2 - nach ca. 8 Stunden - gilt auch als Voraussetzung für Jugendliche, die eine Lehrausbildung im Rahmen der "Integrativen Berufsausbildung" absolvieren möchten. Am Ende der Stufe 2 wird ebenfalls eine "Fachliche Stellungnahme" übergeben. Stufe 3 richtet sich an Jugendliche, die eine intensive Begleitung im Sinne eines "Case Managements" benötigen. Die Dauer der Stufe 3 kann sich auf maximal ein Jahr erstrecken. Im Sinne der Nachhaltigkeit des Jugendcoaching erfolgt auch eine Nachbetreuung der Jugendlichen.

LHStv. Dr. Sepp Leitner sieht dieses Serviceangebot als wichtige Unterstützung für Jugendliche, die ohne derartige Angebote ansonsten kaum Chancen auf eine weitere Ausbildung oder einen erfolgreichen Einstieg ins Arbeitsleben hätten. Leitner: "Nicht alle Menschen sind gleich und es ist mir persönlich sehr wichtig, dass jene, die Hilfe benötigen, diese auch mit einem sehr niederschwelligen Einstieg bekommen. Hier bereits in der Schule anzusetzen ist sicher von Vorteil - denn so früh wie möglich sollen den Jugendlichen Perspektiven gegeben werden, ohne die sie vielleicht niemals im Arbeitsleben Fuß fassen können", so Leitner, der auch seine Forderung nach einem "Pakt für die Jugend" erneuerte.

"Wir brauchen in Niederösterreich einen Pakt für die Jugend, eine Ausbildung- und Beschäftigungsgarantie für junge Menschen bis 24 Jahre. Damit soll gewährleistet werden, dass jene rund 8.000 junge Menschen, die trotz aller bisherigen Programme und Anstrengungen keinen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz haben, ins Erwerbsleben integriert werden können. Die Kosten von rund 60 Millionen Euro im Jahr können aufgebracht werden - zwei Drittel sollte das Land tragen, ein Drittel kämen vom AMS. Es gibt viele gute Werkzeuge, wie beispielsweise die überbetrieblichen Lehrwerkstätten, die eine wahre Erfolgsgeschichte sind. Wichtig ist, dass kein junger Mensch, was seine berufliche Perspektive betrifft, in Niederösterreich vor verschlossenen Türen steht", so Leitner abschließend.
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