Schönborn: Staatliche EZA könnte viel von Frauenbewegung lernen

Wiener Erzbischof und Spitzenpolitikerinnen bei Benefiz-Suppenessen zum "Familienfasttag" - Kardinal Schönborn: Staat darf Verantwortung für Entwicklungshilfe nicht Privaten überlassen

Wien, 21.02.13 (KAP) Die staatliche Entwicklungszusammenarbeit (EZA) könnte viel von der basisorientierten Ausrichtung der Katholischen Frauenbewegung (kfb) lernen. Das sagte Kardinal Christoph Schönborn am Mittwochabend bei einem Benefiz-Suppenessen zum diesjährigen "Familienfasttag", bei dem die kfb Spenden für EZA-Projekte in den Ländern des "Südens" sammelt. Dass sich der Staat mehr und mehr aus der Verantwortung für Entwicklungshilfe zurückzieht, weil ohnehin private und zivilgesellschaftliche Initiativen wie jene der kfb einspringen, "das kann es nicht sein", wurde der Wiener Erzbischof bei der Veranstaltung deutlich, an der neben hochrangigen Kirchenvertretern auch Spitzenpolitikerinnen teilnahmen.

Zum Suppenessen und Spenden begrüßte kfb-Vorsitzende Barbara Haas u.a. den Apostolischen Nuntius, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Sozialminister Rudolf Hundstorfer, ÖGB-Präsident Erich Foglar, Grünen-Chefin Eva Glawischnig, den Linzer Altbischof Maximilian Aichern, Caritas-Präsident Franz Küberl und die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich, Gerda Schaffelhofer, im ÖGB-Veranstaltungszentrum in Wien-Leopoldstadt.

Die diesjährige Aktion "Familienfasttag" der Katholischen Frauenbewegung greift unter dem Motto "Billig ist doch zu teuer" das Thema der fairen Arbeitsbedingungen auf. Schwerpunktländer sind Indien und die Philippinen, Inorisa Sialana-Elenito von der philippinischen kfb-Partnerorganisation "Mindanao Migrants Center" gab am Mittwochabend Einblick in die Lebensrealität von Arbeitsmigrantinnen.

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