Grossmann fordert Unterhaltssicherung als Maßnahme gegen Kinderarmut in Österreich

Wien (OTS/SK) - "Das lückenhafte Unterhaltsrecht in Österreich ist eine der wesentlichen Ursachen für Kinderarmut in Österreich", erklärte SPÖ-Abgeordnete und Mitglied im Justizausschuss Elisabeth Grossmann anlässlich der Aussprache mit Justizministerin Karl am Donnerstag im Parlament. Das bestehende System des Unterhaltsvorschusses trägt das Prozessrisiko und das Risiko der Uneinbringlichkeit der Unterhaltsforderung immer noch auf dem Rücken der Kinder aus. "Kinder und meist die Mütter müssen oft zermürbende Unterhaltsverfahren durchstehen, um ihren Lebensunterhalt fristen zu können", sagte Grossmann, die dringenden Bedarf sieht, dass Unterhaltsrecht für Kinder und Jugendliche weiterzuentwickeln. ****

Andere Länder, wie zum Beispiel Schweden, wären hier einen menschlicheren Weg gegangen und haben ein Unterhaltssicherungssystem. Demnach leistet der Staat je nach Alter des Kindes einen Fixbetrag und holt sich diesen vom Unterhaltspflichtigen zurück. Diese Rückforderung müsste freilich mit größter Vehemenz durchgeführt werden, denn wie aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung hervorgeht, schoss der Staat 2011 rund 118 Millionen Euro vor, erhielt aber nur 60 Millionen zurück. Grossmann hat nun Justizministerin Karl aufgefordert, Überlegungen Richtung Unterhaltssicherung wieder aufzunehmen und das Unterhaltsrecht für Kinder und Jugendliche weiterzuentwickeln. "Es kann nicht hingenommen werden, dass immer mehr Kinder und Jugendliche in Österreich nicht einmal das Nötigste zum Leben haben", schloss Grossmann.(Schluss)up/rm

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