Karlheinz Töchterle: Universitätsfinanzierung NEU orientiert sich an Leistung, Qualität und Kapazität

Schrittweise Implementierung der kapazitätsorientierten, studierendenbezogenen Universitätsfinanzierung und Qualitätssicherung NEU im Wissenschaftsausschuss

Wien (OTS) - "Mit der Universitätsfinanzierung NEU erfolgt die Umstellung auf ein neues, transparenteres Finanzierungssystem, das sich stärker an Leistung, Qualität und Kapazität orientiert", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle im heutigen parlamentarisches Wissenschaftsausschuss, bei dem die schrittweise Implementierung der kapazitätsorientierten, studierendenbezogenen Universitätsfinanzierung sowie der Tätigkeitsbericht des Akkreditierungsrates und die Qualitätssicherung NEU im Mittelpunkt standen.

Die Universitätsfinanzierung NEU bringt:
- Mehr Transparenz in der Universitätsfinanzierung durch drei Budgetsäulen in der Zusammensetzung des Globalbudgets (Lehre, Forschung bzw. Entwicklung und Erschließung der Künste sowie Infrastruktur und KMA).
- Verbesserung der Betreuungsqualitäten
- Festlegung von Kapazitäten in überdurchschnittlich nachgefragten Studienfeldern und die Möglichkeit von Zugangsregeln bei deren Überschreitung.
- Universitätsentwicklungsplan

Das nun vorliegende Modell wurde zwischen den Koalitionsparteien unter der Prämisse verhandelt, dass es österreichweit insgesamt nicht weniger Studienplätze gibt. In einem ersten Schritt ab 2013 erfolgt die Testphase in den fünf stark nachgefragten Studienfeldern Informatik, Biologie und Biochemie, Architektur und Städteplanung, Pharmazie sowie Management und Verwaltung, Wirtschaft und Verwaltung und Wirtschaftswissenschaften. Die Mindestzahl von Studienanfängerplätzen, die die Universitäten in diesen fünf Studienfeldern zur Verfügung stellen müssen, werden gesetzlich festgelegt. Ab deren Überschreitung wird der Universität die Möglichkeit für ein Aufnahmeverfahren vor der Zulassung oder die Auswahl der Studierenden bis längstens ein Semester nach der Zulassung eingeräumt.

Diese Verfahren kann die Universität weitgehend autonom gestalten, wie das auch in anderen Fächern wie etwa der Kunst oder Publizistik der Fall ist. Gewisse Vorgaben sind gesetzlich festgelegt, zum Beispiel die verpflichtende Registrierung der Studienwerber/innen, die mehrstufige Ausgestaltung der Aufnahme- und Auswahlverfahren und die rechtzeitige Bekanntgabe des Prüfungsstoffes (vier Monate vor der Prüfung). Jene zehn Universitäten, die Fächer der fünf Studienfelder anbieten, arbeiten derzeit an der praktischen Umsetzung der Zugangsregelungen. Dabei wird es ein koordiniertes Vorgehen der Universitäten in Hinblick auf die Verordnung über die Durchführung der Aufnahme- bzw. Auswahlverfahren geben, voraussichtlicher Beginn der Registrierung ist für Mitte April geplant. Geeignete Kommunikationsmaßnahmen für Studienwerber wird es seitens der Universitäten, aber auch des Wissenschaftsministeriums geben.

"Qualität als entscheidendes Kriterium" - Schlussbericht des Akkreditierungsrates Weitere Themen im heutigen Wissenschaftsausschuss waren der Schlussbericht des Akkreditierungsrates und damit die Qualitätssicherung im Hochschulbereich, die u.a. mit der Schaffung einer Qualitätssicherungsagentur, der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria), neu ausgestaltet wurde. Die AQ Austria ist nunmehr seit März 2012 tätig und vereint unter ihrem Dach die bisher bestehenden drei Agenturen (Fachhochschulrat, Österreichische Qualitätssicherungsagentur, Akkreditierungsrat).

Gemeinsames Ziel aller Hochschulen sowie des Wissenschaftsministerium ist es, Bildung und Ausbildung mit möglichst hoher Qualität zu bieten. "Qualität ist das entscheidende Kriterium", so Töchterle. Mit entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen wird die Qualität regelmäßig geprüft, sichergestellt und weiterentwickelt. Die Weichen für eine stete Weiterentwicklung der Qualität bzw. Qualitätssicherung wurden durch das im Juli 2011 beschlossene Qualitätssicherungsrahmengesetz geschaffen. Das dabei verabschiedete Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz war die Basis für eine moderne Qualitätssicherung nach international üblichen Kriterien.

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