Bures: Tauerntunnel ist sicherster Tunnel in ganz Europa

Bis 2018 werden weitere 1,5 Milliarden Euro in Tunnelsicherheit investiert

Wien (OTS/SK) - In einer gemeinsamen Pressekonferenz heute, Donnerstag, stellten Verkehrsministerin Doris Bures und die beiden Vorstandsdirektoren der ASFINAG Alois Schedl und Klaus Schierhackl das Konzept zu Tunnelsicherheit für 2013 bis 2018 vor. Bures betonte dabei die hervorragenden Tunnelsicherheitsstandards des hochrangigen Straßennetzes in Österreich: "Der Tauerntunnel ist Europameister, was Sicherheitsstandards betrifft. Wir möchten all unsere Tunnel zu Europameistern machen." ****

Bures betonte, dass ihr das Thema Verkehrssicherheit ganz besonders am Herzen liege. "Wir können aber nicht einfach einen Lichtschalter umlegen und dann hat sich die Situation verbessert. Es braucht immer wieder neue Maßnahmen unter Einbindung neuer Technologie, um die gesamte Verkehrssicherheit zu verbessern", führte die Verkehrsministerin aus. Das Ziel sei die Zahl der Toten bis 2020 zu halbieren. 2011 starben 523 Menschen auf Österreichs Straßen. "Das ist zwar ein historischer Tiefstand, aber jeder tödlich Verunglückte ist einer zu viel", sagte Bures. Besonders im hochrangigen Straßennetz und speziell in Tunneln hätten Unfälle sehr schnell dramatische Auswirkungen, erinnerte Bures auch an den schlimmen Unfall im Tauerntunnel vor 14 Jahren.

Das Tunnelsicherheitsprogramm bringt seit diesem Unfall klare Erfolge. Der Tauerntunnel wurde mit einer zweiten Röhre und vielen weiteren Sicherheitsmaßnahmen ausgestattet. "Heute ist er der sicherste Tunnel Europas", betonte Bures. Alle neugebauten Tunnel sind auf dem selben Niveau. Die bestehenden werden umgerüstet, um genauso sicher zu werden wie der Tauerntunnel. "Bis 2018 nehmen wir 1,5 Milliarden Euro allein für die Tunnelsicherheit in die Hand. Über 80 Tunnel werden in diesem Zeitraum sicherer werden", führte die Ministerin aus. Besonders wichtig sei es, die Tunnel mit zweiten Röhren auszustatten.

Bures betonte in diesem Zusammenhang vor allem den Einsatz von neuen Technologien: "Die Tunnel haben Augen und Ohren. Kameraüberwachungssysteme sind selbstverständlich. In unseren Tunneln werden aber auch Geräusche erfasst, um noch schneller reagieren zu können. Oft entscheiden Sekunden über Leben und Tod." Nach einem Pilotprojekt werden diese Technologien nun breiter eingesetzt. Ein zweites wichtiges Projekt seien die Thermoscanner, die Brände bei großen Fahrzeugen verhindern sollen. "Bei der Einfahrt in den Tunnel werden Busse und LKW auf ihre Temperatur gescannt. Zeigt der Scanner an, dass sie überhitzt, sind wird das Fahrzeug gestoppt. Über 300 Fahrzeuge wurden auf diese Art und Weise an der Einfahrt in einen Tunnel gehindert", erklärte Bures.

Abschließend betonte die Verkehrsministerin noch einmal die Wichtigkeit der Tunnelsicherheitsprogramme in Österreich: "Es geht darum, menschliches Leid hintan zu halten. Deswegen investieren wir mit der ASFINAG viel Geld in die Sicherheit des hochrangigen Straßennetzes und speziell in Tunnel. Wir wollen mit allen Tunneln Europameister in Verkehrssicherheit werden. Durch den Export dieser Technologie haben wir einerseits einen wirtschaftlichen Erfolg, andererseits sorgt Technologie 'Made in Austria' für mehr Sicherheit in ganz Europa." (Schluss) sn/bj

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