Steinhauser: Verstehe Ärger über Veranstaltung mit Klasnic-Kommission im Parlament

Grüne: RepräsentantInnen der Republik müssen endlich direkt mit Betroffenen reden

Wien (OTS) - "Noch nie wurden die Betroffenen von sexueller Gewalt in kirchlichen oder staatlichen Heimen vom Bundespräsidenten, Bundeskanzler oder dem Parlament zum Dialog oder einer gemeinsamen Veranstaltung eingeladen", reagiert Albert Steinhauser, Justizsprecher der Grünen, auf die Kritik der Plattform kirchlicher Gewalt an einer Veranstaltung von Nationalratspräsidentin Prammer mit der Klasnic-Kommission am 26.Februar im Parlament. "Man sollte mit den Betroffenen diskutieren - und nicht über sie. Ich kann nachvollziehen, dass eine parlamentarische Veranstaltung mit der umstrittenen Klasnic-Kommission bei den Betroffenen Ärger auslöst", sagt Steinhauser.

Gerade das Parlament ist für Steinhauser ein Ort der Versäumnis, denn dort wurde es unterlassen mit der Schaffung einer unabhängigen Untersuchungskommission für sämtliche Fälle von Gewalt in staatlichen und kirchlichen Institutionen klare Strukturen zu schaffen. Ergebnis dieses Versäumnis ist eine Vielzahl an Kommissionen, die wie die Klasnic-Kommission den Fehler haben, dass sie von jenen eingesetzt wurden deren Verantwortung eigentlich untersucht werden muss. "Die RepräsentantInnen der Republik müssen endlich direkt mit den Betroffenen reden und auf deren Forderungen eingehen. Es kann nicht sein, dass nach fast drei Jahren immer noch der Dialog verweigert wird", sagt Steinhauser.

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