Das Rad nicht neu erfinden

2. Zero Project Conference in Wien präsentiert Lösungen zum Thema Beschäftigung und Behinderung

Wien (OTS) - Die diesjährige Zero Project Conference fand am 18. und 19. Februar 2013 im Palais Niederösterreich in Wien statt und behandelte das Schwerpunktthema Beschäftigung und Behinderung. Rund 250 führende Parlamentarier, Vertreter von NGOs und Stiftungen, Wissenschaftler und Aktivisten der Behindertenrechtsbewegung aus 36 Ländern von allen fünf Kontinenten stellten innovative Praxis- und Politikbeispiele vor. Das Schwerpunktthema der nächsten Konferenz im Februar 2014 wird Barrierefreiheit.

Einzigartiger Ansatz des Zero Project findet weltweit Beachtung

In seiner Eröffnungsrede betonte der Initiator KR Martin Essl die Notwendigkeit eines langfristigen und nachhaltigen Engagements um spürbare und messbare Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen zu erreichen. In vielen Ländern haben engagierte Menschen mit und ohne Behinderungen innovative Projekte geschaffen, die konkret vorhandene Probleme vorbildlich lösen. Dasselbe gilt für innovative Gesetze, wie Jakob von Uexküll, Gründer des World Future Council, in seiner Rede betonte. In beiden Fällen sind die grundsätzlichen Ideen in abgewandelter Form weltweit umsetzbar - trotzdem werden sie oftmals nur auf lokaler Ebene wahrgenommen, da die Plattformen zum Austausch fehlen.

Das Zero Project füllt dank seines einzigartigen Ansatzes diese Lücke: mit wissenschaftlichen Methoden werden aus einer Fülle von Projekten weltweit die besonders innovativen Politik- und Praxisbeispiele identifiziert und mit dem Zero Project Report veröffentlicht. Der inhaltliche Schwerpunkt der Zero Project Conference 2013 umfasste schließlich elf innovative Politik- und 20 innovative Praxisbeispiele, die von jenen Personen im Detail vorgestellt wurden, die an ihrer Realisierung maßgeblich beteiligt waren.

"Der Beitrag der Zero Project Conference besteht darin, dass wir hier Menschen, die etwas zum Besseren ändern können und wollen, zusammenbringen, um gemeinsam etwas Neues zu entwickeln. Wir als Zero Project sind die Plattform, die das ermöglicht", erklärt Michael Fembek, Programm-Manager der Essl Foundation und Co-Autor des Zero Project Report.

Österreichische Modelle, die international große Beachtung fanden sind "HelferIn für alte Menschen" (Ausbildungsmodell der Caritas Wien für Menschen mit Behinderungen in der Altenpflege), "SPAGAT" (Modell des Instituts für Sozialdienste Vorarlberg zur Integration von Menschen mit erheblichen Behinderungen), "Integriert Studieren" (Institut der Johannes Kepler Universität Linz) oder die "inklusive Postpartnerschaft" (Projekt der Sozialen Dienste der Kapuziner slw zur Integration von Menschen mit Behinderungen im Postbüro).

Prominente Teilnehmer auch für Zero Project Conference 2014 erwartet

Auf der Zero Project Conference nahmen neben Betroffenen, NGOs und Experten auch prominente Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft teil:

  • Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
  • Helene Jarmer, Abgeordnete zum Nationalrat
  • Franz-Joseph Huainigg, Abgeordneter zum Nationalrat
  • Christian Strohal, ständiger Vertreter Österreichs bei den Vereinten Nationen
  • Ilja Seifert, Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Jafak Pavey, Abgeordnete zum türkischen Parlament
  • Barbara Murray, Senior Disability Specialist der International Labour Organization
  • Johan ten Geuzendam, Europäische Kommission
  • Morten Kjaerum, Direktor der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte
  • Javed Abidi, Vizepräsident der International Disability Alliance

Die nächste Zero Project Conference ist für Februar 2014 geplant. Zuvor werden am 7. März 2013 die aktuellen Resultate des Zero Projekt Report vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN HRC) in Genf diskutiert, bevor sie im September 2013 bei der Konferenz der Unterzeichner der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in New York vorgestellt werden.
Die Zero Project Conference ist eine Initiative der Essl Foundation, die regelmäßig in Kooperation mit dem World Future Council und mit Unterstützung der Bank Austria veranstaltet wird. Die wissenschaftliche Grundlage bildet die aktuelle Auflage des Zero Project Report, der im Dezember 2012 fertig gestellt und publiziert wurde (frei verfügbar unter www.zeroproject.org).

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